Werbetreibende setzen weiter auf Online

Marketing 45 Prozent der Mitglieder der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) haben 2012 ihr Werbebudget reduziert. Lediglich 30 Prozent erhöhten es, teilte der Verband mit. Auch im kommenden Jahr will fast ein Drittel sein Mediavolumen senken. Besonders wird der Rotstift angesetzt bei Investitionen in Fernsehen und Print: Die Unternehmen reduzierten hier ihre Budgets um 45 Prozent (TV) bzw. 60 Prozent (Print). Bei 70 Prozent der Unternehmen stieg dafür der Anteil der Online-Werbung.

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Im Vorjahr war das Wachstum jedoch noch deutlicher. Damals erhöhten 87 Prozent der Unternehmen den Anteil ihrer Online-Werbung. In diesem Jahr reduzierten laut OWM-Befragung erstmals auch Mitlieder ihre Investitionen in online. Bei 15 Prozent der Unternehmen sei dies der Fall gewesen. Deutlich mehr Unternehmen kürzten jedoch bei klassischen Medienträgern. In TV haben dieses Jahr 45 Prozent der Unternehmen weniger investiert, im Vorjahr war es bereits ein Drittel der Befragten. Während 2011 dem noch 21 Prozent der Unternehmen gegenüber standen, die ihre Fernseh-Werbeausgaben erhöhten, sind es in diesem Jahr lediglich 11 Prozent.
Noch stärker der Rückgang im Print-Bereich: Nur 9 Prozent der OWM-Mitgliedsunternehmen haben hier 2012 mehr ausgegeben als im Vorjahr, satte 60 Prozent haben ihre Ausgaben in diesem Bereich gekürzt. 2011 erhöhten noch 23 Prozent ihr Budget und nur 36 Prozent kürzten es.
30 Prozent der OWM-Mitgliedsunternehmen erhöhten 2012 ihr Gesamt-Mediavolumen. 45 Prozent reduzierten es. Die Erwartung lag fast genau umgekehrt: In einer Befragung waren 2011 noch 47 Prozent von einem Wachstum ausgegangen und nur 31 Prozent erwarteten eine Reduzierung.
Für 2013 planen 31 Prozent der Firmen mehr auszugeben, vier Prozent und damit doppelt so viele wie im Vorjahr, wollen sogar 10 Prozent und mehr zusätzlich investieren. 31 Prozent beabsichtigen, ihre Ausgaben zu kürzen. "Der Wille zur Investition ist bei den werbenden Unternehmen jedenfalls auch für das Jahr 2013  vorhanden", sagt Joachim Schütz, der OWM-Geschäftsführer.
Die allgemeinen wirtschaftlichen Aussichten bewerten der Befragung zufolge 83 Prozent als "befriedigend" und nur 11 Prozent als "gut", jedoch auch nur 6 Prozent als "schlecht". Im Hinblick auf ihre eigenen Aussichten rechnen 79 Prozent der Unternehmen damit, dass sich ihr Umsatz 2013 genauso gut oder besser entwickelt als 2012. Im Vorjahr waren das noch 88 Prozent.
Beim Ertrag prognostizieren 77 Prozent (Vorjahr 90 Prozent) eine gleich gute oder bessere Entwicklung. "Die Erwartungen der Unternehmen an die konjunkturelle Entwicklung sind nach wie vor vorsichtig optimistisch, obwohl die amtlichen Wachstumsprognosen in den vergangenen Wochen zurückgenommen wurden", sagt dazu der OWM-Vorsitzende Uwe Becker.

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