Deutsche Bank: 1 Milliarde für Kirch-Streit?

Fernsehen Die Deutsche Bank will die Auseinandersetzung mit den Erben des im vergangenen Jahr verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch spätestens im kommenden Februar beenden. Laut Informationen des manager magazins könnte die Bank dafür bis zu eine Milliarde Euro in Rahmen eines Vergleichs zahlen. Die Vorgabe, den Streit in den kommenden Monaten beizulegen kommt laut dem Magazin von oberster Stelle, namentlich von den beiden Vorstandchefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen.

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In der Frankfurter Zentrale laufen offenbar bereits die Vorbereitungen für den Vergleich, der einen Streit beenden könnte, der bereits seit 2002 gerichtlich verhandelt wird. Damals hatte Leo Kirch die Deutsche Bank verklagt. Grund: Der damalige Bankchef Rolf Breuer hatte die Kreditwürdigkeit von Kirchs Medienunternehmen in einem TV-Interview angezweifelt. Kirch sah darin einen Hauptgrund für die spätere Pleite und verlangte zwei Milliarden Euro Schadensersatz.
Der mögliche zeitnahe Vergleich ist auch unter dem Gesichtspunkt der jüngsten Äußerungen aus dem Oberlandesgericht München zu sehen. Zuletzt äußerste sich der Vorsitzenden Richter Guido Kotschy in eine Richtung, die dahingehend gedeutet wird, dass die Deutsche Bank den Prozess wohl verlieren wird. Bereits im März hatte sich ein Vergleich angedeutet. Die damals im Raum stehende Summe von um 800 Millionen Euro scheiterte jedoch am Veto des Aufsichtsrats der Deutschen Bank. 
Der Prozess zwischen Deutscher Bank und den Kirch-Erben geht derweil am Freitag vor dem Oberlandesgericht München weiter.

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