Groupon: Verluste und Kündigungen

Gewohntes Bild bei Groupon: Ein neue Quartalsbilanz, eine neue Enttäuschung. Das Schnäppchenportal hat nach Handelsschluss an der Wall Street einen Millionen-Verlust eingestehen müssen. Dabei hatten Analysten im abgelaufenen Dreimonatszeitraum eigentlich mit Gewinnen gerechnet. Doch das war noch nicht alles: Der an der Börse brutal abgestürzte Social Media-Star verkündete gleichfalls die Kündigung von weiteren Mitarbeitern aus dem Sales-Bereich. Die Aktie verliert weitere 16 Prozent und fällt auf ein neues Allzeittief.

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Gewohntes Bild bei Groupon: Ein neue Quartalsbilanz, eine neue Enttäuschung. Das Schnäppchenportal hat nach Handelsschluss an der Wall Street einen Millionen-Verlust eingestehen müssen. Dabei hatten Analysten im abgelaufenen Dreimonatszeitraum eigentlich mit Gewinnen gerechnet. Doch das war noch nicht alles: Der an der Börse brutal abgestürzte Social Media-Star verkündete gleichfalls die Kündigung von weiteren Mitarbeitern aus dem Sales-Bereich. Die Aktie verliert weitere 16 Prozent und fällt auf ein neues Allzeittief.

Es gibt nur noch wenige Superlative, die den enorm tiefen Fall beschreiben, den die große Social Media-Hoffnung in seinem ersten Jahr an der Börse hingelegt hat. Exakt solange ist es nämlich her, als der Online-Rabatt-Anbieter für seinerzeit noch 20 Dollar an den Aktienmärkten debütierte und Anlegern am ersten Handelstag sogar Zeichnungsgewinne von über 50 Prozent bescherte.

Bis auf über 31 Dollar schossen die Papiere kurz nach dem Börsenlisting in die Höhe und konnten sich am Ende des ersten Handelstages immerhin noch bei 26 Dollar halten – Aktionäre sahen wie echte Gewinner aus. Für einen Moment war Groupon 20 Milliarden Dollar wert – und damit das sechstwertvollste Internet-Unternehmen der Welt.

Wertvernichtung von 90 Prozent

Was für ein Unterschied ein Jahr machen kann! Heute nach Handelsschluss notierte die inzwischen vollkommen zusammen geprügelte Groupon-Aktie bei gerade mal 3,29 Dollar, was wiederum einem Börsenwert von 2,56 Milliarden Dollar entsprach. Fast 90 Prozent des Kapitaleinsatzes der Aktionäre hat sich in der Spitze also in Luft aufgelöst.

Die Gründe für das praktisch vollkommen aufgebrauchte Anlegervertrauen wurden wieder einmal bei Vorlage der jüngsten Quartalszahlen offenbar. Immer wieder hatte Groupon seine Aktionäre bei Verkündung der Geschäftsbilanz enttäuscht – so auch gestern.

648 Mitarbeiter in sechs Monaten gefeuert

Analysten hatten einen Gewinne je Aktie in Höhe von 3 Cents bei Umsätzen von 590 Millionen erwartet. Tatsächlich setzte Groupon aber nur 569 Millionen Dollar um und verdiente nicht einen Cent je Anteilsschein. Unterm Strich fiel gar ein Minus von drei Millionen Dollar an. Auch der Ausblicke blieb deutlich unter den Erwartungen der Wall Street zurück.

Schlimmer noch: Der hochgewettete Online-Star der vergangenen Jahre wächst immer langsamer. Das Umsatzwachstum, das vor zwei Jahren noch dreistellig (!) ausfiel, hat sich den vergangenen zwei Quartalen immer stärker auf nunmehr 32 Prozent abgeschwächt.  

Um die Verluste weiter einzudämmen, hat Groupon in den vergangenen sechs Monaten bereits 642 Kündigungen ausgesprochen, wie aus der Quartalsbilanz hervorgeht. Weitere 80 Jobs im Sales-Bereich sollen nun folgen. Anleger reagierten geschockt die Gesamtentwicklung des Schnäppchenportals und verkauften die Aktie nachbörslich um weitere 16 Prozent hart ab.

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