Apple: Lieferengpässe beim iPhone 5?

Nächster Nackenschlag für Apple: Der erfolgsverwöhnte Kultkonzern ist an der Börse in diesen Tagen das Fallobst der Saison. Gestern verlor der immer noch wertvollste Konzern der Welt weitere 20 Milliarden Dollar an Börsenwert, nachdem der Chairman des Auftragsfertigers Hon Hai erklärte, das iPhone sei "schwer herzustellen". Übersetzung: Apples Zulieferer Nummer eins hat Produktionsprobleme und könnte mit der Auslieferung der sechsten iPhone-Generation nicht hinterherkommen. Die Aktie bricht weiter ein.

Werbeanzeige

Nächster Nackenschlag für Apple: Der erfolgsverwöhnte Kultkonzern ist an der Börse in diesen Tagen das Fallobst der Saison. Gestern verlor der immer noch wertvollste Konzern der Welt weitere 20 Milliarden Dollar an Börsenwert, nachdem der Chairman des Auftragsfertigers Hon Hai erklärte, das iPhone sei "schwer herzustellen". Übersetzung: Apples Zulieferer Nummer eins hat Produktionsprobleme und könnte mit der Auslieferung der sechsten iPhone-Generation nicht hinterherkommen. Die Aktie bricht weiter ein.

Land unter in Cupertino: Apple geht in die siebte Woche seiner schwersten Kursverluste seit der Finanzmarktkrise 2008/09. Wenig scheint Anleger in diesen Tagen dazu zu bewegen, die noch Anteilsscheine des wertvollsten Konzerns der Welt zu kaufen oder zu halten, die Hoffnung auf die magische 1000 Dollar-Marke ist in weite, sehr weite Ferne gerückt: Apple kennt in diesen Tagen nur eine Richtung – tiefer, immer tiefer.

Um schon wieder 22 Dollar je Aktie oder 20 Milliarden Dollar an Börsenwert wurde der Techpionier gestern an der Wall Street erleichtert – dasselbe Szenario hatte sich erst vergangenen Freitag abgespielt. In neun der vergangenen zehn Handelstage tendierte die Apple-Aktie nun schon tiefer. Seit dem Allzeithoch zum Launch des iPhone 5 Ende September hat Apple nunmehr 150 Dollar je Aktie oder 140 Milliarden an Börsenwert in nicht mal sieben Wochen verloren – mehr als  Facebok, eBay und Yahoo zusammen wert sind!

Foxconn-Alarm: "Schwierigkeiten, die enorme Nachfrage zu bedienen"

Auslöser der nächsten epochalen Verkaufswelle gestern: Ein Interview von Foxconn Chairman Terrys Gou gegenüber Reuters, dass der konzerneigene Auftragsfertiger Hon Hai mit der Produktion des iPhone 5 nicht nachkomme. "Es ist nicht einfach, iPhones herzustellen. Wir haben Schwierigkeiten, die enorme Nachfrage zu bedienen", erklärte Gou Reportern am Rande einer Konferenz. Ob es damit tatsächlich zu Lieferengpässen kommt, über die schon vor einem Monat berichtet wurde – reine Spekulation.

Trotzdem reichten Gous vage 15 Worte –  vielleicht nicht mal originalgetreu übersetzt, vielleicht nicht autorisiert und definitiv nicht von einem Apple-Manager selbst geäußert – dafür aus, um am Ende 20 Milliarden Dollar Börsenwert, also zwei LinkedIns, vernichten.

Hon Hai-Chef klagte bereits 2010: "iPhones sind schwer herzustellen"

Philip Elmer-DeWitt von CNN Money wundert sich unterdessen schon darüber. "Es ist das zweite Mal, dass Gous Klagen die Schlagzeilen bestimmen", merkt der profilierte Apple-Blogger an. Das erste Mal äußerte sich der Hon Hai-Chef gegenüber Bloomberg unisono besorgt: "iPhones sind schwer herzustellen."

Das war Ende Juni 2010. Davon abgehalten, das iPhone 4 in Rekordstückzahlen abzusetzen, hat es Apple in den Folgemonaten dennoch nicht. Doch daran erinnern weder die Reuters-Reporter noch andere Tech-Journalisten noch die Märkte. Die Börse hat bekanntlich ein Kurzzeitgedächtnis.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige