Penguin Random: Bertelsmanns neuer Riese

Publishing Am Wochenende soll Rupert Murdoch noch eine Milliarde britische Pfund für die Penguin Group geboten haben. Doch dieses letzte Störfeuer des Medienmoguls konnte die Fusion von Random House und Penguin Books nicht mehr stoppen. Am Montag verkündete Bertelsmann in Gütersloh, dass sich die eigene Buchsparte mit der des britischen Medienhauses Pearson zusammenschließt und damit der größte Buchverlag der Welt entsteht. Bertelsmann wird an dem neuen Mega-Verlag 53 Prozent halten und Pearson 47 Prozent.

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Wie bei einem Deal in dieser Größenordnung üblich, müssen noch einige Behörden in mehreren Ländern zustimmen. Deshalb hoffen die handelnden Personen, dass der Deal in der zweiten Hälfte des Jahres 2013 abgeschlossen werden kann.
Die Führung des neuen Mega-Verlages soll der bisherige Random House-Chef Markus Dohle übernehmen. Der Pengium-CEO John Makinson wird Aufsichtsratschef. Beide Verlage legen ihr kompletten Aktivitäten zusammen. Bis auf eine Ausnahme: Die deutsche Verlagsgruppe Random House mit Sitz in München wird nicht Teil der Gruppe und verbleibt bei Bertelsmann.

Bertelsmann-Boss Thomas Rabe hofft, dass es durch den geplanten Zusammenschluss möglich wird, noch effektiver Bücher zu verlegen. „Aufbauend auf unsere lange Verlagstradition wird der Zusammenschluss von Random House und Penguin Group Autoren, Agenten, Buchhändlern und Lesern eine außergewöhnliche Vielfalt an verlegerischen Möglichkeiten bieten.“

Zudem bedeutet die geplante Fusion für Bertelsmann einen wichtigen Schritt in der Umsetzung der von Rabe gerade erst definierten neuen strategischen Prioritäten: Stärkung der Kerngeschäfte, digitale Transformation, Aufbau von Wachstumsplattformen und Erschließung von Wachstumsregionen. Der Vorstandsvorsitzende dazu: „Mit dem Zusammenschluss von Random House und Penguin Group stärken wir erstens eines unserer Kerngeschäfte deutlich. Zweitens schaffen wir die Voraussetzungen, um die digitale Transformation des Buchgeschäftes voranzutreiben. Und drittens wachsen wir regional in unseren erklärten Wachstumsmärkten Brasilien, Indien und China“, erklärt der Bertelsmann-CEO.

Auch die Engländer hoffen auf eine Effizienzsteigerung. „Zusammen werden die beiden Verlagsgruppen in der Lage sein, einen großen Teil ihrer Kosten zu teilen, um mehr für ihre Zielgruppen der Autoren und Leser investieren zu können – und um experimentierfreudiger beim Ausprobieren neuer Modelle in dieser spannenden, sich schnell wandelnden Welt digitaler Bücher und digitaler Leser zu werden“, sagt Pearsons Chief Executive Marjorie Scardino. Der neue Verlagschef, Markus Dohle, geht sogar noch einen Schritt weiter: „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Unterstützung und die Services, die wir anbieten können, zusammen mit der kreativen und verlegerischen Unabhängigkeit, die wir auch in Zukunft garantieren, der gesamten Verlagswelt nutzen werden, allen voran unseren leidenschaftlichen Leserinnen und Lesern dieser wie folgender Generationen.“

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