Comedypreis deutlich schwächer als 2011

Fernsehen Fast 1 Mio. junge Zuschauer weniger als 2011: Das ist die ernüchternde Zuschauerbilanz des "Deutschen Comedypreises" 2012, der in diesem Jahr keine Chance gegen "The Voice of Germany" hatte. Pro Sieben versucht derweil, mit dem Original-"Transporter" RTL zu ärgern, hat aber eher durchschnittlichem Erfolg. Im Gesamtpublikum ziehen die ZDF-Krimis den Kürzeren gegen den ARD-Freitagsfilm – und dann ist da ja auch noch Günther Jauch.

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. "Der deutsche Comedypreis" beendet seine Erfolgsserie 
2011 hatten noch 2,43 Mio. 14- bis 49-Jährige eingeschaltet, das reichte – wie in den Jahren zuvor auch immer – für über 20 Prozent Marktanteil. Davon war die Verleihung diesmal ein gutes Stück entfernt. Gerade mal 1,5 Mio. entschieden sich ab 21.15 Uhr für RTL. Mit nur 14,0 % Marktanteil muss sich die fast dreistündige Show deutlich "The Voice" geschlagen geben. 3,13 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren bedeuten, dass es auch im Gesamtpublikum für RTL wenig zu lachen gab (12,4 %). Vorher hatte sich bereits "Wer wird Millionär?" bei 14,9 % im jungen Publikum eingependelt. Insgesamt allerdings holt Günther Jauchs Quiz mit 5,47 Mio. (17,1 %) allerdings den Tagessieg im Gesamtpublikum. 
2. "The Voice of Germany" macht "Knallerfrauen" wieder zum Hit 
Bei RTL wurde sie als Beste Schauspielerin ausgezeichnet, aber erfolgreich war Martina Hill am Freitagabend zur gleichen Zeit bei Sat.1, nämlich mit ihrer Comedy "Knallerfrauen", die auch diesmal von einem starken Vorlauf profitierte und mit 3,16 Mio. mehr Zuschauer erreichte als der Comedypreis. In der Zielgruppe sind die Werte ebenfalls richtig gut: 21,2 % (2,31 Mio.). "Pastewka" allerdings profitiert ab 23 Uhr nur mäßig und stürzt deutlich ab, auf 13,3 % – was für sich genommen natürlich kein schlechter Wert ist. 1,24 Mio. Fans blieben dran. Den Abend dominierte freilich "The Voice of Germany", das allerdings – so wie gestern – nicht an seinen Rekordwert aus der Vorwoche anknüpfen kann, als noch über 5 Mio. eingeschaltet hatten. Diesmal waren es 4,83 Mio., also wieder einige Zuschauer mehr als am Donnerstag beim Schwestersender Pro Sieben. In der jungen Zielgruppe waren 3,28 Mio. dabei (27,3 % Marktanteil). Am Vorabend hat das neue People-Magazin "Pin" weiterhin nix zu melden und bleibt bei 6,5 % stecken.
3. ARD-Freitagsfilm besiegt die ZDF-Krimis
Das muss man sich mal vorstellen: Da feiert ein Paar Goldene Hochzeit – und mittenrein platz die uneheliche Tochter, die Er seiner Gattin bisher verschwiegen hatte. Und schon kann die ARD-Freitagabendsause losgehen: "Utta Danella: Prager Geheimnis" war nach "Wer wird Millionär?" und "The Voice" zwar nur die dritterfolgreichste Sendung des Tages (4,66 Mio., 14,4 %), lag dafür aber klar vor den ZDF-Krimis. "Der Kriminalist" und "Flemming" müssen sich diesmal mit 4,29 Mio. (13,4 %) und 3,87 Mio. (12,0 %) zufrieden geben.
4. Der Original-"Transporter" ist bei Pro Sieben auch bloß Durchschnitt 
Um RTL ein bisschen zu ärgern, das den "Transporter" gerade als teuer produzierte Serie zeigt, wird’s gereicht haben. Und immerhin kann Pro Sieben behaupten, mit dem Originalfilm diese Woche sogar erfolgreicher gewesen zu sein. Aber 11,3 % und 1,36 Mio. 14- bis 49-Jährige sind natürlich eher durchschnittlich für den Sender – auch wenn das in diesem Fall aus Münchner Sicht erfreulich ist, weil Pro Sieben damit kaum unter "The Voice of Germany" bei Sat.1 litt. "Mission: Impossible 3" schaffte danach auch noch 11,8 %. Nochmal Durchschnitt gibt’s bei RTL II, wo das stundenlange "Troja" in der Brad-Pitt-Version 690.000 junge Zuschauer interessierte (6,0 %). Bei Kabel 1 hatten "Castle" und "Body of Proof" die meisten Zuschauer, weil das aber nur wenige waren, reicht’s beim Marktanteil nur für 4,5 und 4,3 %. Der Krimi-Freitag bei Vox hat auch schon bessere Zeiten gesehen: Mit 5,6 und 6,5 % für "CSI: Miami" und "CSI: Den Tätern auf der Spur" ging der Abend jedenfalls recht verhalten los. Dafür funktionierte "Das Perfekte Dinner" am Vorabend wieder hervorragend mit 12,4 % und einem deutlichen Vorsprung vor "Berlin Tag & Nacht", das nur auf 9,9 % kam.
5. Arte punktet mit Historiendrama "Unter Bauern" 
Der Film nach den wahren Erlebnissen der Jüdin Marga Spiegel, verfilmt unter anderem mit Veronica Ferres und Armin Rohde, reißt Arte mal kurz aus dem gewohnten Trott und beschert dem Sender 1,9 % Marktanteil am Freitagabend. 610.000 Zuschauer hatten die TV-Premiere eingeschaltet. Bei 3sat entschieden sich derweil 330.000 Zuschauer für "Der englische Patient" (1,1 %).

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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