Schlager-Fuzzi Wendler in Mega-Shitstorm

Publishing Ärger in der heilen Schlagerwelt: Per Bild zickt Thomas Gottschalk in Richtung des Schunkel-Moderators Florian Silbereisen und via Facebook steht der selbsternannte "König des Popschlagers" Michael Wendler in einem der größten Shitstorms, die das deutsche Web bislang produzierte. Grund ist ein verlorener Rechtsstreit mit dem TV-Anwalt Christopher Posch. Darauf gründete sich die Anti-Gruppe "100.000 Menschen, die Michael Wendler scheiße finden" und sammelte schon über 209.000 Unterstützer.

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Der Grund für die Hass-Welle, mit der der Schlager-Sänger zu kämpfen hat, ist die Ausstrahlung der TV-Sendung "Christopher Posch – Ich kämpfe für ihr Recht" am Mittwochabend. Darin hatte der 40-Jährige einen Rechtsstreit gegen zwei Verehrerinnen verloren, die auf Mallorca ein Fan-Café eröffnet hatten.

Der wichtigste Grund für das massive Wachstum der Anti-Seite ist wohl der Umstand, dass alle Boulevard-Medien sich auf die Story stürzten und massiv – inklusive Links – berichteten. Daraus resultierte ein erstaunlicher Netzwerk- bzw. Schneeball-Effekt. Innerhalb von 19 Stunden erreicht die Anti-Seite ihr selbst gesetztes Ziel von 100.000 Fans. Zeitweilig wuchs die Gruppe mit bis zu 300 Fans pro Minute, wie das Blog Socialpunk.de ausrechnete.
Auch wiederum via Facebook meldete sich nun das Wendler-Management zu Wort und bestreitet die Posch-Vorwürfe. So soll "der Sachverhalt" der RTL-Sendung "in dieser Form nicht wahrheitsgemäß dargestellt und aus dem Zusammenhang gerissen" worden sein. "Es wurde archiviertes Bild & Tonmaterial aus 5 Jahren zusammen geschnitten und verwertet", heißt es in der Stellungnahme.

Zudem verspricht Manager Manuel Pielka, dass sich der Sänger am heutigen Freitag via Facebook "persönlich melden und Stellung beziehen" will. Heißt: Die Diskussion wird weitergehen und solange wird die Anti-Gruppe auch weiterhin einen regen Zulauf haben. Denn ob es Wendler will oder nicht, er ist Teil eines Web-Hypes, den er längst nicht mehr stoppen oder kontrollieren kann.
Dieses Posting ist allerdings mittlerweile offline. Grund dafür waren möglicherweise über 2.500 Kommentare unter dem Text – überwiegend negativ. Stattdessen begrüßt den Besucher der offiziellen Wendler-Seite jetzt ein Statement seines Anwaltes. Darin heißt es: "Nachdem einige Boulevardmedien nun bereits zum zweiten Mal tendenziös, einseitig und unzutreffend berichten, drängt sich der Eindruck auf, dass das Ansehen des erfolgreichen Künstlers Michael Wendler bewusst beschädigt werden soll". Die Kanzlei Stoffel Strunden Oetzel Dieth & Partner Rechtsanwälte hält das Urteil des Landgerichts Duisburg für falsch. "Wir haben namens unserer Mandantschaft bereits Berufung beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt. Wir sind zuversichtlich, dass das Berufungsgericht den wirklichen Sachverhalt unvoreingenommen und rechtlich zutreffend beurteilen wird."
Bis dahin haben die Wendler-Fans und Gegner noch genügend Zeit sich via Facebook zu beharken.

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