Nach 29 Jahren: Persson gibt c’t –Führung ab

Publishing Einer der am längsten amtierenden deutschen Chefredakteure hört auf: Nach 29 Jahren an der Spitze der c’t wechselt Christian Persson auf den Herausgeber-Posten und übergibt die redaktionelle Verantwortung an Johannes Endres. Zusammen mit Detlef Grell soll sich der 44-Jährige um die Computerzeitschrift und das Web-Portal Heise Online kümmern. Der 63-jährige Persson und der 58-jähirge Grell gehören seit der Gründung der Zeitung 1983 zum Führungsteam des Magazins.

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„Wir freuen uns sehr, mit Johannes Endres einen kompetenten und erfahrenen Nachfolger im eigenen Haus gefunden zu haben“, sagt Alfons Schräder, Geschäftsführer des Heise Zeitschriften Verlags. „Durch die interne Lösung wahren wir die Kontinuität von c’t und können den eingeschlagenen Weg kraftvoll weitergehen. Der Heise Zeitschriften Verlag und c’t verdanken Christian Persson unglaublich viel. Mit seinem scharfen Verstand und journalistischem wie wirtschaftlichem Gespür hat er die Entwicklung von c’t und heise online geprägt wie kein anderer.“

Endress ist allerdings auch kein Neuling mehr im Hannoveraner Redaktionsteam. Er kam 1997 zur Computerzeitung. Seit 2006 leitet er das Ressort „Netzwerke“ und ist zusätzlich Chefredakteur des Netzwerk-Portals Heise Netze.

In der Besetzung des Chefpostens ging es der Verlegerfamilie auch darum, dass für eine gewisse Kontinuität gesorgt ist. Immerhin begrüßen sie ausdrücklich, dass eine interne Nachfolgeregelung gefunden wurde. „Johannes Endres verfügt über die entscheidenden Kompetenzen, c’t auch in Zukunft erfolgreich zu führen und hat bereits zuvor wichtige Aufgaben in der Redaktion übernommen“, kommentiert Ansgar Heise.

Eine der wichtigsten Aufgaben für Endres wird es sein, die Auflagenentwicklung der Computerzeitung zu stabilisieren. Obwohl die Situation bei den Hannoveranern, die seit jeher mit seiner extrem hohen technischen Kompetenz punkten können, wesentlich weniger dramatischer ist, als bei einigen Konkurrenten, hat gleichwohl auch die c’t mit einem kräftigen Auflagenminus zu kämpfen. Im zweiten Quartal verkaufte die Zeitschrift noch 303.272 Exemplare alle zwei Wochen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies ein Minus von drei Prozent. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre liegen die Verluste bei 14 Prozent.

Beim Onlineportal Heise Online fehlt es dagegen an einer Wachstumsstory. Im September erreichte die Technikseite  24,8 Millionen Visits. Im Jahr zuvor waren 24,6 Millionen. Im Web gilt allerdings noch immer die Regel, dass Stillstand einen Rückschritt bedeutet. Auch hier erwarten die Verleger vom Chefredakteur sicherlich neue Impulse.

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