„Zeitungen 2012/13“: neues Jahrbuch des BDZV

Publishing In der Zeitungsbranche tut sich was - so könnte das Fazit des neuen Jahrbuchs des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) lauten. Auf 448 Seiten reflektieren 23 Wissenschaftler, Digitalexperten und Verlagsmanager, wie der Schritt in die vernetzte Zukunft gelingen und die Verlagsbranche "als Sieger aus dem digitalen Wandel hervorgehen" kann.

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Zu den Autoren gehört auch Christian Meier aus der MEEDIA-Chefredaktion. Er analysiert in seinem Beitrag: "Verlage müssen ihr Businessmodell ändern. Es geht nicht länger um den Verkauf gedruckter Zeitungen, sondern um den Vertrieb von Reichweiten über viele Kanäle." Dafür bedürfe es jedoch neuen Know-hows, speziell im Technikbereich. Sein Rat: "Technologieexperten müssen überall im Verlag mitreden."
Auch das leidige Thema Pay-Wall wird im Buch behandelt. Verlagsberater Gregor Waller kommt zu dem Ergebnis: "Bezahlschranken im Netz und Mobile-Angebote müssen ein Teil der Gesamtverlagsstrategie sein. Losgelöste Ideen sind kontraproduktiv und zum Scheitern verurteilt." Der Macromedia-Professor Stephan Weichert fordert gar: "In den Redaktionen müssen sich interdisziplinäre Teams aus Video- und Printjournalisten, Rechercheuren, Programmierern, Gestaltern und Illustratoren bilden, die zusammen ein publizistisches Projekt begleiten."
Darüber hinaus geht es (natürlich) auch um Dauerbrenner wie Medienpolitik, Pressefreiheit und publizistische Rechtsfragen. Etwas ungewöhnlich: Der Begriff Leistungsschutzrecht oder das Reizwort Google tauchen in keiner Kapitelüberschrift auf. Sehr nützlich: ein ausführlicher Statistik- und Adressteil runden das Angebot ab. Das Jahrbuch kann für 24 Euro beim Verband online bestellt werden.

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