Barschel-Witwe kritisiert „Tatort“

Fernsehen Nicht gesehen und doch kritisiert: Freya Barschel ist sauer auf den Drehbuchautoren des am Sonntag ausgestrahlten "Tatort" "Borowski und der freie Fall". Darin ermittelten die Kieler Kommissare nicht nur in einem fiktiven Kriminalfall. Auch der mittlerweile 25 Jahre zurückliegende Tod des früheren Schleswig Holsteiner Ministerpräsidenten Uwe Barschel spielte eine zentrale Rolle. Dessen Witwe äußerte nun gegenüber der Nachrichtenagentur "spot on" ihren Ärger: "Das war nicht abgesprochen."

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"In keinster Weise wurde ich gefragt, ob ich damit einverstanden bin", sagte Freya Barschel. Sie wirft Alfred Breinersdorfer, dem Drehbuchautor von "Borowski und der freie Fall", vor, denn Tatort "einfach gemacht" zu haben. In einem anderen Fall, in dem der Autor auch Fakten und Fiktion vermengt habe, seien die Angehörigen hinzugezogen wollen.
Barschel kritisierte auch den Umgang der Medien mit dem Tod ihres Mannes allgemein. Die Selbstmordthese sei "eindrucksvoll widerlegt" worden. "Ich verstehe nicht, warum die Journalisten das nicht begreifen. Die schreiben einfach immer von damals ab", so die Witwe des einstigen Ministerpräsidenten.
Den kritisierten Tatort habe sie übrigens nicht angeschaut, berichtet die 65-Jährige. Sie habe lediglich einen Bekannten danach befragt. "Aber der fand ihn stinklangweilig", so Freya Barschel. Für 8,23 Millionen Menschen war er jedoch spannend genug, um einzuschalten. Der Marktanteil lag bei 22,1 Prozent.

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