Mit Thomas Gottschalk im Regierungsflieger

Publishing Was für eine irre Medien-Woche: Die Bunte hat Thomas Gottschalk, Regine Sixt und Außenminister Guido Westerwelle auf diplomatischer Mission in Paris begleitet. Das Hamburger Landgericht urteilte im Fall Doris Heinze und verhängte eine Bewährungsstrafe, das juristische Hickhack um Jörg Kachelmann wird zur unendlichen Geschichte, Andreas Türck kommt wieder ins TV und Stefan Raab hat einen ziemlich unwahrscheinlichen Doppelgänger mit Professoren-Titel ...

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Thomas Gottschalk ist schon clever. Falls das mit dem Jury-Posten beim “Supertalent” auf Dauer nix wird, könnte er auch mir nichts dir nichts in den Diplomatischen Dienst wechseln. Und zwar als, Achtung, “Botschafter der guten Laune”. Als solcher präsentiert er sich zusammen mit “Mietwagenkönigin” Regine Sixt und Außenminister Guido Westerwelle in der aktuellen Bunte. Gottschalk und Regine Sixt wurden vom Außenminister im Luftwaffe-Airbus zu einem Empfang der Deutschen Botschaft nach Paris geflogen. Im Flugzeug feilten Regine Sixt und Thomas Gottschalk laut Bunte noch ein wenig an der Rede des Außenministers. Denn die war “gespickt mit Originalzitaten”. Wen Guido Westerwelle wohl mitnimmt, wenn es mal wieder um den Nahost-Konflikt geht? DJ Ötzi und Carmen Nebel hätten vielleicht Zeit.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle im Kreise seiner neuen Berater

Das Hamburger Landgericht hat diese Woche Doris Heinze wegen Bestechlichkeit, Untreue und Betrug zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Die ehemalige NDR-Filmchefin Heinze hatte dem Sender unter falschen Namen eigene Drehbücher und auch welche ihres Mannes untergejubelt. Die Bewährungsstrafe geht in Ordnung. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar drei Jahre ohne Bewährung gefordert. Das wäre dann doch etwas überzogen gewesen. Was Doris Heinze gemacht hat, war sicher falsch. Aber gleich in den Knast muss man sie deswegen nun auch nicht stecken.

Der Fall Kachelmann scheint kein Ende nehmen zu wollen. Mit seinem Buch “Recht und Gerechtigkeit” hat Jörg Kachelmann wieder für viel Beschäftigung bei der Anwaltszunft gesorgt. Die ehemalige Nebenklägerin wurde wieder aktiv, die Schwetzinger Zeitung mahnt seinen Verlag ab und das Hickhack mit Alice Schwarzer geht ins Hauptsacheverfahren. Ein Justizopfer, das den Weg zurück auf den Bildschirm nach langer Zeit gefunden hat, ist dagegen Andreas Türck. 2004 verlor der seinen Moderatoren-Job bei ProSieben aufgrund von Anschuldigungen, die sich als haltlos erwiesen. Seither arbeitete er eher hinter der Kamera. Ab Dezember präsentiert er bei kabel eins nun das Magazin “Abenteuer Leben”.

Noch mehr Juristenzeugs: Bild.de schreibt, dass die Managerin von Stefan Raab eine Geldbuße zahlen muss. Dafür werde ein Verfahren eingestellt, bei dem es um eine angebliche Verwicklung der Managerin in einen Finanzskandal der rheinland-pfälzischen CDU geht. Befremdlich an der Geschichte ist das Bild von Stefan Raab, das Bild.de dazu zeigt. Finden Sie nicht auch, dass der ProSieben-Moderator darauf aussieht wie Hirn-Professor Manfred Spitzer, der sich einen Bart angeklebt hat? Oder liegt das nur an meiner digitalen Demenz? Ganz schön irritierend.

In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

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