„Transporter“-Serie startet nur solide

Fernsehen Als teuerste RTL-Produktion der Geschichte wurde sie gepriesen, die "Transporter"-Serie, die am Donnerstag ihre Premiere feierte. 4,01 Mio. sahen Folge 1, darunter 2,04 Mio. 14- bis 49-Jährige. Mit 12,9% und 17,3% liegen die Marktanteile zwar leicht über dem Sender-Normalniveau, doch für eine solch aufwändige Produktion sind diese Zahlen eigentlich zu wenig. Xavier Naidoos ProSieben-Show "Sing um Dein Leben" blieb mit 8,9% richtig schwach und bei Tele 5 gab es für "Stuckrad-Barre" & Co. durchmischte Zahlen.

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. "Transporter"-Serie auf dem Weg zum Flop
Wie viel Geld RTL tatsächlich für die "Transporter"-Serie bezahlt hat, ist unbekannt – es gab schließlich auch internationale Produktions-Partner. Heraus gekommen ist dabei zumindest ein wenig sehenswertes Action-Spektakel mit einer Handlung, die kaum flacher sein könnte. Dass mit Geld nicht auch automatisch Quote gekauft werden kann, zeigen die allenfalls soliden Zahlen von 12,9% und 17,3%. Sollte der Neugier-Faktor in den kommenden Wochen verloren gehen, könnte "Transporter – Die Serie" – auch wegen dann stärkerer direkter Konkurrenz u.a. mit "The Voice of Germany" – unter die Sender-Durchschnittszahlen rutschen. Und das wäre für die Serie ein ziemliches Desaster.

2. Xavier Naidoo singt erfolglos um sein Leben
Die etwas seltsame Aufwärm-Show für die zweite "The Voice"-Staffel, die in der kommenden Woche an den Start geht, war für ProSieben kein Erfolg. Mit zahlreichen Kandidaten aus Staffel 1 und Promis wie Otto Waalkes und Cindy aus Marzahn bestritt Xavier Naidoo seine Sendung "Sing um Dein Leben". Sehen wollten das nur wenige: 1,46 Mio. insgesamt, darunter 1,03 Mio. 14- bis 49-Jährige. In der Zielgruppe kamen damit 8,9% zusammen – deutlich zu wenig für die ProSieben-Prime-Time. Bruder Sat.1 hatte mit seinen Serien da mehr Erfolg: "Criminal Minds" sahen 1,29 Mio. (10,9%) und 1,57 Mio. (13,5%). den Neustart "Unforgettable" um 22.15 Uhr immerhin noch 1,19 Mio. (gute 13,4%).

3. Neue Tele-5-Eigenproduktionen mit durchmischtem Ergebnis
Tag 1 der Eigenproduktions-Offensive bei Tele 5. Um 22.15 Uhr lief das grenzwertige Comedyformat "Rüttens Bullshit Universum", danach eine alte Folge von "ulmen.tv" und um 23.15 Uhr schließlich "Stuckrad-Barre", das in ähnlicher Form zuvor bei ZDF_neo zu sehen war. Die Ergebnisse des Trios sind sehr unterschiedlich. So profitierte Peter Rütten um 22.15 Uhr offenbar noch von den "Star Trek"-Serien, die zwischen 17.10 Uhr und 22.15 Uhr mit fünf Episoden durchgehend hervorragende Marktanteile von 2,0% bis 2,4% erzielt hatten. 140.000 14- bis 49-Jährige bescherten "Rüttens Bullshit Universum" jedenfalls 1,5%, angesichts eines Tele-5-12-Monats-Durchschnitts von 1,3% ein ordentliches Ergebnis. Unter diesen Normalwert fiel dann "ulmen.tv" mit 90.000 jungen Zuschauern und 1,2%, als Enttäuschung kann wohl "Stuckrad-Barre" gewertet werden – mit gerade einmal 40.000 14- bis 49-Jährigen und schwachen 0,7%.

4. Öffentlich-Rechtliche punkten mit Donna Leon, Hollywood und "Tatort"
Gleich drei Filme erreichten bei den öffentlich-rechtlichen Sendern um 20.15 Uhr starke Zahlen. Das Erste lockte mit einer "Donna Leon"-Wiederholung den Tagessieg im Gesamtpublikum: 4,91 Mio. und 15,8% reichten, um die 20-Uhr-"Tagesschau" und "Transporter – Die Serie" auf die weiteren Plätze zu verdrängen. Im jungen Publikum war der Krimi dafür kein Erfolg: Nur 550.000 14- bis 49-Jährige sahen zu – schwache 4,5%. Dort punktete stattdessen das ZDF mit seinem Hollywood-Drama "Blindes Vertrauen". Zwar sahen es insgesamt nur 3,24 Mio. (unbefriedigende 10,5%), doch darunter waren 1,10 Mio. 14- bis 49-Jährige – ein für ZDF-Verhältnisse guter Marktanteil von 9,2%. Erfolgreich bei Jung und Alt war der Münster-"Tatort" "Tempelräuber" aus dem Jahr 2009 im WDR Fernsehen: Mit 2,49 Mio. Zuschauern schlug er nicht nur ProSieben, Vox & Co., mit 8,0% übertraf er den WDR-12-Monats-Durchschnitt von 2,5% auch um ein Vielfaches. Ähnlich der Erfolg bei den 14- bis 49-Jährigen. Hier entsprachen 610.000 Seher immerhin 5,0%.

5. "Frauentausch" holt 10%, "Supervulkan" verpufft bei kabel eins
In der zweiten Privat-TV-Liga heißt der Sieger des Donnerstags "Frauentausch". Mit 1,03 Mio. und 10,0% erkämpfte sich der RTL-II-Dauerbrenner erneut sehr starke Zahlen und verpasste den Einzug in die Tages-Top-10 nur knapp. "Die Kochprofis" kamen vorher mit 830.000 und 7,0% ebenfalls über die Sender-Normalwerte. Das ist auch der Vox-Komödie "30 über Nacht" gelungen – mit immerhin 960.000 und 8,1%. Schwach blieb hingegen der kabel-eins-Film "Supervulkan": Ihn wollten nur 550.000 14- bis 49-Jährige sehen – ein unbefriedigender Marktanteil von 4,9%.

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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