Eric Schmidt: 1 Mrd. Android-Geräte in 2013

Es sind große Tage für Google: Apple hat sich mit seinem eigenen Kartendienst Maps bis auf die Knochen blamiert und muss sich mit Mängeln beim iPhone 5 rumschlagen. Beim großen Rivalen Google läuft es indes wie geschmiert: Das mobile Betriebssystem Android findet mittlerweile so rasende Verbreitung, dass Aufsichtratschef Eric Schmidt freudig eine neue Zielmarke ausgab. Mehr als eine Milliarde mobile Geräte – Smartphones oder Tablets – sollen 2013 im Einsatz sein.

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Es sind große Tage für Google: Apple hat sich mit seinem eigenen Kartendienst Maps bis auf die Knochen blamiert und muss sich mit Mängeln beim iPhone 5 rumschlagen. Beim großen Rivalen Google läuft es indes wie geschmiert: Das mobile Betriebssystem Android findet mittlerweile so rasende Verbreitung, dass Aufsichtsratschef Eric Schmidt freudig eine neue Zielmarke ausgab. Mehr als eine Milliarde mobile Geräte – Smartphones oder Tablets – sollen 2013 im Einsatz sein.

500 Millionen Dollar sind genug: Das ist der Vorsprung im Börsenwert, den Google an einem schwachen Handelstag mit einem leichten Plus gegen den Markttrend ins Ziel gerettet hat. Mit 243 Milliarden Dollar ist die Suchmaschine wieder mehr wert als Microsoft – und damit der nach Apple der zweitwertvollste Technologiekonzern der Welt.  

Die Wachablösung hat Google erstmals in der vergangenen Woche vollzogen, nachdem der Internet-Gigant nach 5 Jahren wieder neue Allzeithochs markiert hatte und die Aktie bis auf 775 Dollar nach oben ausgebrochen war.   

Eric Schmidt erneuert Kritik: "Apple hätte Google Maps behalten sollen"

Mit entsprechend stolz geschwellter Brust trat der langjährige Konzernchef Eric Schmidt, der den Vorstandsposten im vergangenen Jahr für Gründer Larry Page räumte, zuletzt auf: "Nimm das, Apple", kommentierte der 57-Jährige in Hinblick auf die Mapocalypse augenzwinkernd.

Den Vorwurf, Apple habe mit der Verbannung von Google Maps vom iPhone einen Fehler gemacht, wiederholte der Google-Chairman gestern in New York im Gespräch mit den Wall Street Journal-Reportern Kara Swisher und Walt Mossberg.  "Sie hätten Google Maps behalten sollen", erklärt Schmidt in dem öffentlichen Interview-Panel.

Android vs. Apple: "Plattform-Kampf wie noch nie"

"Sie haben sich vor langer Zeit entschieden, ihren eigenen Kartendienst anzubieten, das haben wir schon an ihren Übernahmen gesehen. Ich glaube aber, Apple merkt gerade, wie schwierig Kartendienste sind. Wir haben Hunderte Millionen Dollar in den Aufbau gesteckt und glauben, es ist das beste Produkt der Branche".  

Die sieht Schmidt durch die große Rivalität zwischen Apple und Google bestimmt. "Der Plattform-Kampf zwischen Android und Apple ist der bestimmende Kampf in der Industrie heute", dozierte Schmidt. "Einen Kampf um die Vorherrschaft auf einer Plattform hat es in diesen Dimensionen noch nicht gegeben", fand der Google-Chairman und machte auch gleich den Nutznießer aus – "den Kunden". Die Preise würden schließlich schnell fallen.

Schmidt sieht im nächsten Jahr eine Milliarde Android-Geräte

Die Patentkriege, die gegenwärtig erbittert in der Branche ausgeführt werden, sind für Schmidt "der Tod", da sie Innovationen verhinderten und die Auswahl beschneide. Als weitere Rivalen in der Tech-Branche sieht Schmidt Amazon und – trotz des Börsendebakels – auch Facebook. "Mit einer Milliarde Nutzer kann man schon was anstellen", gab sich der Google-Chairman jovial.  

Nur Microsoft bekam eine weitere Breitseite von Schmidt ab: "Sie sind ein gut geführtes Unternehmen, aber sie haben es noch nicht geschafft, State-of-the-Art-Produkte auf den Markt zu bringen." Google selbst sagt im kommenden Jahr erstmals eine Nutzung von 1 Milliarde Android-Geräten – also Smartphones oder Tablets – voraus. Inzwischen wären es bei 1,3 Millionen Aktivierungen am Tag bereits 500 Millionen Geräte, "viermal soviel wie Apple" wie Schmidt herausstellt. Keine Frage: Die nächste Runde im Apple-Google-Infight ist eingeläutet. 

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