Trotz EV: Kachelmann-Buch wird verkauft

Publishing Wie mehrere Medien berichteten, verhängte das Landgericht Mannheim gegen den Heyne-Verlag eine einstweilige Verfügung für das Buch “Recht und Gerechtigkeit” von Jörg und Miriam Kachelmann. Solange der volle Name einer Ex-Geliebten genannt wird, darf das Werk nicht weiter vekauft werden. Weil die EV bislang nicht beim Verlag eingegangen ist, will der das Buch weiterhin verkaufen und hält an der geplanten Pressekonferenz fest - zu der sich auch ein Anwalt der Gegenseite angemeldet haben soll.

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Die Nachfrage nach dem Buch sei erfreulich, gab der Verlag bekannt. Man fühle sich im Recht, zumal die Klägerin in einem Bunte-Artikel aus dem Jahr 2011 bereits ihren vollen Namen genannt hätte und zudem auf dem Cover der Ausgabe unverpixelt mit einem Foto zu sehen gewesen sei. Darüber hinaus hätte ihr Klarname in einer Pressemitteilung zum Urteil im Mammutprozess gegen Jörg Kachelmann gestanden.

Mit einer weiteren Klarnamen-Nennung in der Emma vom Herbst 2011 sei sie laut Heyne-Verlag zu einer relativen Person der Zeitgeschichte geworden. Als solche dürfe sie nicht gegen eine “kontextbezogene Namensnennung” rechtliche Schritte einleiten. Zudem kündigte der Verlag an, dass die Pressekonferenz am Freitag mit dem Ehepaar Kachelmann wie geplant stattfinden soll. Angeblich hätte sich auch ein Anwalt der Gegenseite angemeldet.

Die Frau hatte Kachelmann in einem Mammut-Prozess der Vergewaltigung beschuldigt. Der Moderator wurde schließlich im vergangenen Jahr freigesprochen. In der aktuellen Ausgabe des Spiegel erheben Jörg und dessen Frau Miriam Kachelmann, die gemeinsam das‘> (Heyne Verlag) geschrieben haben, schwere Vorwürfe gegen Alice Schwarzer und kündigten zudem an, sich für die Rechte von ihrer Meinung nach zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigten Männern einzusetzen.

Das Buch ist seit Anfang der Woche auf dem Markt. Sowohl Focus Online als auch die Nachrichtenagentur dpa lag am Mittwochabend ein Entscheid der LG Mannheim vor, der die Verbreitung der aktuellen Fassung mit Klarnamen der Ex-Geliebten untersagt. Der Wetter-Experte selbst schrieb noch am Abend auf Twitter: "Was da wieder für Unsinn geschrieben wird. Wie auch immer wird das Buch noch tagelang im Handel sein."

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