Kratzer auf dem iPhone 5 belasten Produktion

Nach der Mapocalypse ist vor dem Scratch-Gate: Apple wird mit dem frisch gelaunchten iPhone 5 bislang nicht wirklich glücklich. Nachdem der desaströsen eigene Kartendienst Maps auf dem neuen mobilen Betriebssystem iOS 6 Konzernchef Tim Cook zu einer nie dagewesenen Entschuldigung zwang, rückt jetzt das iPhone in den Fokus. Beschwerden über Kratzer auf der Aluminium-Außenseite häufen sich. Apple habe deswegen selbst die Produktion zur Qualitätsprüfung gedrosselt, berichtet Bloomberg. Die Apple-Aktie wird zum Fallobst.

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Nach der Mapocalypse ist vor dem Scratch-Gate: Apple wird mit dem frisch gelaunchten iPhone 5 bislang nicht wirklich glücklich. Nachdem der desaströsen eigene Kartendienst Maps auf dem neuen mobilen Betriebssystem iOS 6 Konzernchef Tim Cook zu einer nie dagewesenen Entschuldigung zwang, rückt jetzt das iPhone in den Fokus. Beschwerden über Kratzer auf der Aluminium-Außenseite häufen sich. Apple habe deswegen selbst die Produktion zur Qualitätsprüfung gedrosselt, berichtet Bloomberg. Die Apple-Aktie wird zum Fallobst.

Dieser Launch ging bisher daneben. Mit den allerhöchsten Erwartungen Ende September an den Start gegangen, erlebt Apple bei der wichtigsten Produktauslieferung aller Zeiten bislang erhebliche Schwierigkeiten. Zunächst das Kartenfiasko bei Start des neusten mobilen Betriebssystem-Generation iOS 6. "Es tut uns äußerst leid", erklärte Tim Cook eine Woche nach Launch in einem Offenen Brief – Worte, die man von einem Apple-CEO in dieser Deutlichkeit noch nicht gehört hat.

Dazwischen lagen Absätze von 5 Millionen verkauften iPhone 5 am Startwochenende – für Henry Blodget vom Business Insider "schlechter als das Worstcase". Einige Blogs und Testberichte mokierten sich darüber, das iPhone 5 wäre ihnen zu leicht. Andere berichteten bei Fotos von einer lilafarbenen Randbildung. Und dann kam immer wieder Vorwurf auf, das Gehäuse zerkratze zu schnell.     

Produktion in Foxconn-Werken gedrosselt

Keine Frage: In wenigen Tagen hat die Erfolgsgeschichte von Apple selbst mehr Kratzer bekommen als im ganzen abgelaufenen Geschäftsjahr, das so furios für verlief. Vor allem das Problem des zerkratzten Gehäuses scheint dem wertvollsten Konzern der Welt selbst Kopfzerbrechen zu bereiten.  

Wie Bloomberg berichtet, wurde die Produktion in den Werken des Zulieferers Foxconn wenige Tage nach dem Launch heruntergefahren, um den Ursachen auf den Grund zu gehen und die Qualitätsstandards zu erhöhen.

Apple angeblich mit Foxconn-Produktion unzufrieden

"Das iPhone 5 ist wegen seines minimalistischen Designs schwierig zusammen zu bauen", erklärt Analyst Shaw Wu von Sterne Agee. Entsprechend hatte Apple bereits zum Launch mit Auslieferungsproblem zu kämpfen. "Jedes Alumimum-Produkt bekommt bei der Benutzung Kratzer", versuchte Marketingchef Phil Schiller zunächst in Steve Jobs-Manier die Wogen zu glätten.

Doch intern liefen die Drähte nach Bloomberg-Angaben heiß. Apple sei mit Foxconns Produktion unzufrieden, berichtet der Finanznachrichtendienst. Entsprechend könnten die jüngsten Unruhen bei Foxconns auch zu verstehen sein: In den Werken musste offenbar unter allen Anstrengungen nachjustiert werden.  

Apple-Aktie im freien Fall: Mehr verloren als Facebook wert ist

An der Börse ist die Apple-Aktie unterdessen in den freien Fall übergegangen: Seit dem Höchstkursen zwei Tage vor dem Launch am 21. September hat Apple in der Spitze mehr als 80 Dollar oder 70 Milliarden Dollar an Börsenwert verloren – mehr als Facebook als Unternehmen wert ist.

Aufgrund der möglichen Lieferengpässe hat RBC Capital unlängst seine Schätzungen für das Weihnachtsquartal zurückgenommen und geht nun "nur" noch von 49 Millionen statt 57 Millionen verkauften iPhones zwischen Oktober und Dezember aus. Apple kommentierte Bloombergs Bericht, der nach Handelsschluss erschien, bisher nicht.    

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