Redbull Stratos: alle Infos zum Rekordsprung

Publishing Felix Baumgartner will Geschichte schreiben. Der Extremsportler aus Österreich soll – so der Plan – von einem Heliumballon in die Höhe gebracht aus mindestens 36 Kilometern springen. In seinen fünf Minuten langen freien Fall will Baumgartner dabei als erster Mensch ohne technische Hilfsmittel die Schallmauer durchbrechen. Der Sprung sorgt weltweit für Aufsehen, Dutzende Nachrichtenseiten und TV-Sender sind live dabei. Die wichtigsten Fakten zum irren Rekordversuch.

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Kann man den Sprung live mitverfolgen?
Ja. Der Rekordversuch ist ein großes Medienereignis. Baumgartners Sponsor Red Bull bzw. der zum Unternehmen gehörige Sender "Servus TV" überträgt das komplette Unterfangen live. Viele andere Medien sind ebenfalls dabei. 53 Kameras am Boden und in der Luft sollen jede Phase des Rekordversuchs festhalten. Sowohl die Kapsel am Ballon als auch Baumgartners Druckanzug sind mit Kameras ausgerüstet. "Wir haben sozusagen ein fliegendes Video-Produktionsstudio erschaffen", sagte Jay Nemeth, der als Regisseur für die Höhenaufnahmen zuständig ist.
Wer ist Baumgartner?
Der 43-Jährige Österreicher ist schon früher durch verrückte Aktionen aufgefallen. 1999 sprang er von der nur 29 Meter hohen Christus-Statue in Rio de Janeiro. 2003 gewann er mit Carbon-Flügeln ein Wettrennen gegen ein Flugzeug über der Themse. 2007 sprang der Österreicher vom Wolkenkratzer Taipei 101.
Wer steckt hinter dem Versuch?
Das Event ist vor allem ein großes PR-Ereignis für Red Bull. Der Getränke-Hersteller präsentiert das Event, nennt es "Red Bull Stratos" und sichert sich so eine weltweite Aufmerksamkeit. Auch der zum Unternehmen gehörige Sender "Servus TV", der für den Großteil der Übertragung zuständig ist, sichert sich so Aufmerksamkeit und Reichweite weit über das Regionalprogramm hinaus.
Was kostet der Sprung?
Offizielle Zahlen gibt es nicht. Österreichische Medien spekulieren, der Sprung koste aufgrund der vielen Spezialanfertigungen etwa 20 Millionen Euro.
Welche Ziele hat Baumgartner?
Der Österreicher will die Schallmauer durchbrechen. Um dies zu schaffen, wird er womöglich sogar höher steigen als auf die ursprünglich geplanten 36 Kilometer. "Nebenbei" erreicht er so weitere Rekorde, wie den höchsten bemannten Ballonflug und den längsten freien Fall. Offiziell ist der Rekordversuch ein wissenschaftliches Experiment, soll unter anderem medizinische Erkenntisse und Erfahrungen für die Entwicklung von Weltraumanzügen einbringen.
Wann geht der Rekordsprung los?
Die Organisatoren beobachten die Wetterbedingungen genau. Aufgrund von starken Winden wurde der Start an diesem Dienstag mehrfach verschoben. Mit einem Heliumballon wird Baumgartner in die Stratosphäre gelangen. Der Weg nach oben dauert etwa drei Stunden. Der Sprung wird dann am Abend stattfinden. In 36 Kilometern Höhe fliegen nicht einmal herkömmliche Flugzeuge. Auch der Ballon selbst ist übrigens rekordträchtig: 170 Meter hoch wird das Gefährt beim Start sein.
Gab es schon ähnliche Versuche?
Der aktuelle Rekord liegt bei etwas über 31 Kilometern Höhe, aufgestellt vom US-Luftwaffenoffizier Joe Kittinger. Der berät nun Baumgartner.
Welche Hilfsmittel hat Baumgartner?
Der Österreicher trägt einen speziellen Anzug. Damit bringt er insgesamt 140 Kilogramm auf die Waage. Und natürlich hat er Fallschirme dabei, die ihn auf dem letzten Abschnitt der Reise wieder abbremsen und sicher zu Boden bringen sollen. Erst etwa 1,5 Kilometer vor dem Boden wird er einen davon entfalten. Zuvor muss er mit seinem Körper bereits die Geschwindigkeit reduzieren.
Wie lange dauert der Sprung?
Etwa 15 bis 20 Minuten dauert der Weg nach unten, wovon die letzten 1,5 Kilometer mit Fallschirm 10 bis 15 Minuten ausmachen werden.
Wo springt Baumgartner?
Der genaue Landepunkt ist nicht sicher vorauszusagen. Baumgartners Sponsor lädt sogar zu einem Gewinnspiel ein: Wer sagt am präzisesten den späteren Landepunkt voraus? Geplant ist eine Landung in der Nähe von Roswell in New Mexiko, wo auch der Start erfolgt. Roswell ist übrigens bereits durch ein anderes Objekt aus dem Himmel bekannt: 1947 stürzte hier angeblich ein UFO ab.

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