Sky liefert das Börsencomeback des Jahres

Was für eine Erfolgsserie: Die Sky-Aktie hat einen Lauf, der dem FC Bayern in der Bundesliga in nichts nachsteht – an so ziemlich jedem Handelstag gab es zuletzt Kursgewinne zu bestaunen. Lohn des Gipfelsturms: neue Jahreshochs am Fließband! Enorme 140 Prozent liegt die Sky-Aktie seit Jahresbeginn nun schon vorne, doch Banken halten das Kurspotenzial noch nicht für ausgereizt und sprechen schon für das nächste Jahr von einer Neubewertung. Voraussetzung sind dafür aber schwarze Zahlen.

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Was für eine Erfolgsserie: Die Sky-Aktie hat einen Lauf, der dem FC Bayern in der Bundesliga in nichts nachsteht – an so ziemlich jedem Handelstag gab es zuletzt Kursgewinne zu bestaunen. Lohn des Gipfelsturms: neue Jahreshochs am Fließband! Enorme 140 Prozent liegt die Sky-Aktie seit Jahresbeginn nun schon vorne, doch Banken halten das Kurspotenzial noch nicht für ausgereizt und sprechen schon für das nächste Jahr von einer Neubewertung. Voraussetzung sind dafür aber schwarze Zahlen.

Sieben Spiele, sieben Siege: So lautet die Erfolgsbilanz von Bundesligaspitzenreiter Bayern München – Startrekord. Es ist fast so, als ob der Glanz des erfolgshungrigen Rekordmeisters auf den Pay-TV-Sender im Münchner Norden abstrahlt. Auch Sky, der einzige Anbieter aller Bundesliga- und Champions League-Spiele im deutschen Fernsehen, erlebt einen regelrechten Höhenflug.

Bei 1,41 Euro ins Jahr gestartet, notiert die Sky-Aktie heute schon bei 3,40 Euro. Macht summa summarum ein happiges Kursplus von 140 Prozent – der Spitzenplatz im Nebenwerte-Index MDax 2012. Allein 40 Prozent der Zuwächse wurden dabei in den vergangenen zehn Wochen eingefahren.

Zuschlag für Bundesligarechte sorgen für Kursschub

Die Ursachenforschung für die Kursexplosion liegt indes ein paar Monate zurück.  Um alles oder nichts ging es für den Pay-TV-Sender im April bei der Vergabe der Bundesligarechte – Tod oder Gladiolen, wie Ex-Bayern Trainer Louis van Gaal so gerne zu sagen pflegte. Es gab Gladiolen: Sky gelang der totale Triumph. Zusätzlich zu den Pay-TV-Live-Rechten per Kabel und Satellit, sowie denen im Web und mobil, hatte sich der Bezahlsender auch die IPTV-Rechte sichern können.

Mitbewerber Deutsche Telekom muss in Verhandlungen den Bittsteller geben, um Sky-Übertragungen seinen bestehenden knapp 200.000 Kunden ebenfalls weiter anbieten zu können. Mittelzuflüsse sind für die Murdoch-Tochter aber auch nötig, damit der Bundesliga-Rechtezuschlag nicht zum Pyrrhussieg wird – 1,9 Milliarden Euro zahlen die Münchner für die Spielzeiten 2013 bis 2017.

Investmentbanken heben den Daumen

Und doch, schwarze Zahlen sind in Sicht: Operativ wurden im zweiten Geschäftsquartal bereits schwarze Zahlen vermeldet – 2013 soll eine positive Bilanz im Gesamtjahr folgen. Schließlich sieht Konzernchef Brian Sullivan noch erhebliche Wachstumsmöglichkeiten: "Der hiesige Markt ist deutlich davon entfernt, sein Potenzial ausgeschöpft zu haben", erklärte der Sky-Chef unlängst dem Handelsblatt. Fünf Millionen Abonnenten wären demnach in den nächsten Jahren möglich. Aktuell zählt Sky 3,1 Millionen Kunden.

Bei Analysten sorgt das für Turnaround-Fantasien: Banken übertrafen sich zuletzt mit Empfehlungen. Morgan Stanley, Barclays und Goldman Sachs stuften die Papiere in den vergangenen Wochen hoch. Barclays nannte dabei als Kursziel die 4 Euro-Marke – das wäre noch mal ein Kurspotenzial von knapp 20 Prozent. Doch Aktionäre, die auf eine Fortsetzung des Höhenflugs setzen, sollten die Vergleiche mit dem grünen Rasen nicht ganz außer Acht lassen – jede Serie geht schließlich mal zu Ende.

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