Betrugsprozess: Bewährung für Doris Heinze

Fernsehen Die ehemalige Filmchefin des NDR muss nicht ins Gefängnis: Das Hamburger Landgericht verurteilte die 63-Jährige am Montag wegen Bestechlichkeit, Untreue und Betrug zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. Das Strafmaß setzten die Richter zur Bewährung aus. Die NDR-Drehbuchaffäre flog 2009 auf, nachdem Heinze dem NDR als Verantwortliche für den Bereich Film Drehbücher unter Pseudonym untergeschoben hatte, die von ihrem Mann und ihr selbst geschrieben worden waren.

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Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von drei Jahren gefordert. Heinzes Verteidiger hatte indes auf sieben Monate auf Bewährung plädiert. Neben Heinze waren auch ihr Ehemann Claus Strobel und die Produzentin Heike Richter-Karst angeklagt, insgesamt 14 Straftaten zwischen dem November 2003 und dem Juli 2007 begangen zu haben. Strobel und Richter-Karst verurteilte das Hamburger Landgericht am Montag jeweils zu einer Geldstrafe, wie dapd und dpa berichten.

Gegen Heinze ermittelten die Behörden seit dem September 2009. Seit Anfang Juli musste sich die ehemalige Filmchefin des NDR wegen Bestechlichkeit in vier Fällen, schwerer Untreue in drei Fällen und Betrug verantworten. Sie hatte dem Sender vier Drehbücher ihres Mannes unter dem Pseudonym "Niklas Becker" eingereicht und somit gegen die Richtlinien bei der Vergabe von Aufträgen verstoßen. Sie selbst schrieb zwei Drehbücher unter dem Pseudonym "Marie Funder".

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