dapd soll vom ZDF Honorarverdopplung gefordert haben

Publishing Bei der Akquise von Kunden soll die nun insolvente Nachrichtenagentur dapd mit enormen politischem Druck gearbeitet haben, berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Mit Klagen und Gesprächen auf höchster politischer Ebene soll Eigner Martin Vorderwülbecke versucht haben, neue Aufträge für seine Agentur zu gewinnen.

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Dabei scheute man offenbar noch nicht einmal vor einem Streit mit dem Innenministerium zurück. So klagte Vorderwülbecke erfolglos vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf gegen die Vergabe eines Auftrages an die dpa zur Bereitstellung von Satellitenkapazitäten für das Bundesinnenministerium in Höhe von zwei Millionen Euro. Nach einem Gespräch mit Innenminister Hans-Peter Friedrich seien die Eigner laut dem Spiegel zu dem Schluss gekommen, am Markt keine Chance zu haben. 
Dem vorangegangen war eine Forderung Vorderwülbeckes an ZDF-Indentand Thomas Bellut, die eine Verdopplung des Agenturhonorars beinhaltete. "Wir können den Markt nicht ändern, sondern müssen ihn nehmen wie er ist", erklärt der neue Geschäftsführer Wolf von Fecht im Spiegel. "Dasselbe wie die dpa zu machen, nur billiger, geht nicht."

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