Mark Zuckerberg erobert Russland

Charme-Vorstoß mit Kalkül: Mark Zuckerberg hat Moskau eine Entwicklerkonferent besucht und dabei dem Premierminister Dmitri Medwedew ein Facebook-T-Shirt überreicht. Die PR-Offensive Zuckerbergs kommt nicht von ungefähr: Der CEO des weltgrößten Social Networks braucht dringend Argumente für die schlingernde Aktie. Zuckerberg findet sie offenbar im russischen Riesenreich, in dem Facebook bislang eine untergeordnete Rolle spielt. Der Wall Street gefällt Zuckerbergs Russlandreise – die Aktie steigt.

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Charme-Vorstoß mit Kalkül: Mark Zuckerberg hat Moskau eine Entwicklerkonferent besucht und dabei dem Premierminister Dmitri Medwedew ein Facebook-T-Shirt überreicht. Die PR-Offensive Zuckerbergs kommt nicht von ungefähr: Der CEO des weltgrößten Social Networks braucht dringend Argumente für die schlingernde Aktie. Zuckerberg findet sie offenbar im russischen Riesenreich, in dem Facebook bislang eine untergeordnete Rolle spielt. Der Wall Street gefällt Zuckerbergs Russlandreise – die Aktie steigt.

Showdown in der Schokoladenfabrik: Wie der DLD im Mai gastierte auch Mark Zuckerberg gestern in Moskau beim Digital October. Anlass war der Auftakt der Entwicklerkonferenz World Hack, bei der der Facebook-Gründer überschwänglich die Arbeit russischer Software-Entwickler lobte.

Am Rande traf Zuckerberg öffentlichkeitswirksam auch mit dem russischen Ex-Präsident Dmitri Medwedew zusammen, dem er ein Facebook-T-Shirt überreichte. Entgegen seiner Gewohnheit in Anzug und Schlips gekleidet, berichtete Zuckerberg auf seiner eigenen Facebook-Seite von "guten Gesprächen" mit dem bekanntlich ziemlich technologie-affinen russischen Premierminister.

Facebook in Russland weiter abgeschlagen hinter vKontakte

Mark Zuckberg kann die PR gut gebrauchen. Seit dem völlig verunglückten Börsengang im Mai, bei dem Anteilseigner in der Spitze über die Hälfte ihres Kapitals verloren,  ist der Facebook-Chef unter Druck. Anlegervertrauen konnte Zuckerberg zuletzt durch seinen Auftritt bei der TechCrunch-Konferenz "Disrupt" und durch die Einführung eines Geschenke-Services zurückgewinnen.

Regierungschef Medwedew lobte Zuckerberg dafür, dass durch Facebook "eine ganz andere Welt" entstanden sei. Das weltgrößte Social Network hat in Russland laut Medwedew rund zehn Millionen Nutzer – und liegt damit abgeschlagenen hinter dem Facebook-Klone vKontakte.ru, in den Facebook-Anteilseigener Digital Sky Technologies (DST) investiert ist.

Der Wall Street gefiel Zuckerbergs Charme-Offensive inm Moskau: Die Facebook-Aktie legte an einem schwachen Handelstag gegen den Markttrend um knapp  zwei Prozent an Wert zu.

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