Ikea zensiert Prospekt für Saudi-Arabien

Marketing In Europa sorgt diese Meldung für ein kleines Kommunikationsdesaster. Das Stockholmer Gratisblatt Metro zeigt in ihrer Ausgabe vom heutigen Montag, dass Ikea in der Katalog-Version für Kuwait, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten die Abbildungen von Frauen wegretuschierte. Offenbar nimmt die Möbelkette Rücksicht auf religiöse Empfindsamkeiten. Ganz klar sind die Hintergründe nicht, weil selbst Stunden später noch immer keine Stellungnahme von der Holdinggesellschaft Inter Ikea vorlag.

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In Europa kommentierte immerhin die Ikea-Sprecherin Ylva Magnusson. Sie sagte, dass der Konzern "einen klaren Verhaltenskodex" mit der Gleichstellung von Männern und Frauen als Bestandteil habe. "Wir hätten reagieren und erkennen müssen, dass der Ausschluss von Frauen aus der Saudi-Arabien-Version des Kataloges in Konflikt steht zu den Werten der Ikea-Gruppe"

Metro selbst zitiert die schwedische Handelsministerin Ewa Björling: "Man kann Frauen nicht aus der Wirklichkeit wegretuschieren." Sie hält die Bilder für ein "weiteres trauriges Beispiel dafür, wie weit der Weg bis zur Gleichstellung von Männern und Frauen in Saudi-Arabien noch ist".

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