Apple-Maps lässt Kölner Dom verschwinden

Publishing Fiasko nach dem Rollout des neuen mobilen Betriebssystems iOS 6: Apples frisch gelaunchter Kartendienst erlebt im wörtlichen Sinne einen unteridischen Start. Bilder wie nach einer Apokalypse kursieren im Web: Zerquetschte Autobahnen, zerschmolzene Landebahnen und Burger King in einer Kathedrale. Der iPhone-Hersteller ist um Schadenbegrenzung bemüht und erklärt, man habe den erst Kartendienst gerade erst gestartet. In der Vergangenheit war man indes andere Produktlaunches gewohnt.

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Fiasko nach dem Rollout des neuen mobilen Betriebssystems iOS 6: Apples frisch gelaunchter Kartendienst erlebt im wörtlichen Sinne einen unteridischen Start. Bilder wie nach einer Apokalypse kursieren im Web: Zerquetschte Autobahnen, zerschmolzene Landebahnen und Burger King in einer Kathedrale. Der iPhone-Hersteller ist um Schadenbegrenzung bemüht und erklärt, man habe den erst Kartendienst gerade erst gestartet. In der Vergangenheit war man indes andere Produktlaunches gewohnt. 

Der Eifelturm in Paris aus Sicht von iOS6
Es ist der Moment, auf den notorische Apple-Kritiker lange gewartet haben: Nach Jahren der an Perfektionen grenzenden Produktauslieferungen ist dem iPhone-Hersteller mal wieder etwas gründlich misslungen. Kaum ist das neue mobile Betriebssystem iOS 6 veröffentlicht, hagelt es Kritik.
Der Download hakte, die Anzeige von Wifi-Hotspots gehe plötzlich nicht, Musiklisten seien bei iTunes verschwunden – alles Peanuts gegenüber dem Desaster, das nach Inbetriebnahme von iOS 6 folgte. Schnell ist klar: Das im Juni stolz angekündigte Herzstück, der eigene Kartendienst Maps, ist nicht wirklich das, was sich Apple-Nutzer vorgestellt haben. "Der Kartendienst ist eine Downgrade", fand Apple-Blogger John Gruber Stunden nach dem Software-Update klare Worte.
Apples Kartendienst: Pleiten, Pech und Pannen zum Start
Warum, wird vor allem in der 3D-Nutzung klar: Oft genug sehen die Karten eher nicht so aus, wie sie man sie vermutet: Autobahnen brechen schon mal wie nach einer Apocalyspe abrupt ab; Landebahnen von Flughäfen werden seltsam kurvig dargestellt, als wären sie zerschmolzen, und die Manhattan Bridge wird plötzlich zur Achterbahn.

Der Hoover-Damm an der Grenze zwischen Arizona und Nevada
Doch das ist noch nicht alles in der Mängelliste: Markierte Sehenswürdigkeiten weisen plötzlich eine andere Adresse auf – das Brandenburger Tor wird nun Unter den Linden, 10117 Schöneiche bei Berlin lokalisiert. Zudem ist einigen Ansichten auf einmal der Kölner Dom verschwunden. Eine Kathedrale in Stockholm beherbergt plötzlich Burger King. Während andere gastronomische Empfehlungen, die vom Bewertungsportal Yelp bereitgestellt werden, vor allem in Deutschland noch recht dürftig ausfallen und große Lücken gegenüber Google Maps aufweisen. 
Google reicht Google Map als reguläre App bei Apple ein
Keine Frage: Selten hat sich Apple beim Launch eines neuen Produkts so blamiert wie beim Rollout seines frisch eingeführten Kartendienstes. Mit entsprechenden Lerneffekten entschuldigt der wertvollste Konzern der Welt dann auch seine Pannenserie:  "Wir haben den neuen Kartendienst gerade erst gestartet. Je mehr Nutzer ihn anwenden, desto besser wird er", erklärte Unternehmenssprecherin Trudy Miller gegenüber All Things Digital.  Ungewohnt bescheidene Töne aus Cupertino sind das. 
Beim Rivalen Google, dessen Kartendienst für Apples neues Angebot aus iOS 6 entfernt wurde, dürfte der rare Fauxpas aus Cupertino für nicht wenig Gelächter gesorgt haben, war Apple doch im Juni bei Vorstellung seines neuen mobilen Betriebssystems ziemlich selbstbewusst aufgetreten.  
Der wertvollste Internetkonzern der Welt will sich aber nicht so einfach geschlagen geben und hat wie jeder andere Drittanbieter auch Google Maps nun als reguläre App bei Apples App Store eingereicht. Status: In Überprüfung. 

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