Werbemarkt kommt nicht aus dem Tief

Marketing Da konnten auch die Olympischen Spiele nichts ausrichten: Nach dem 2,7%-Minus des Julis blieben die deutschen Brutto-Werbeumsätze auch im August unter dem Vorjahresvergleichsmonat - immerhin um 1,1%. Olympia könnte sogar Mitschuld daran haben, denn vor allem im Fernsehen blieben die Umsätze weg - womöglich, weil Firmen weniger bei den Olympia-geschädigten Privatsendern geschaltet haben als sonst. Immerhin: Internet, Kino, Out of Home und Radio lagen im August über dem Vorjahr.

Werbeanzeige

650,4 Mio. Euro nahmen die von Nielsen erfassten TV-Sender im August brutto mit Reklame ein – im August 2011 waren es noch 673,9 Mio. – ein Minus von 3,5%. Prozentual ging es auch für die Printmedien auf ähnlichem Niveau nach unten: Die Fachzeitschriften büßten 4,1% ihres August-Brutto-Umsatzes aus 2011 ein, die Publikumszeitschriften 4,3% und die Zeitungen 3,7%. Im Gesamtjahr 2012 liegt das Fernsehen mit einem Plus von 3,0% noch über 2011 und ist damit auch Hauptverantwortliche für die Tatsache, dass der Werbemarkt 1,2% mehr als 2011 umsetzte. Die Print-Segmente liegen hingegen auch hier unter dem Vorjahr.

Gewinner des Werbemonats war – zumindest nach den Brutto-Zahlen – erneut das Internet: Auf 201,4 Mio. Euro kamen die von Nielsen abgefragten Websites und Vermarkter im August – 16,2 Mio. mehr als im August 2011. Prozentual gesehen ging es für die Reklame in Kinos (+13,0%) und im Radio (+8,8%) zwar noch deutlicher nach oben, allerdings von einem geringeren Ausgangsniveau. Ebenfalls über dem August 2011 landete die Out-of-Home-Werbung.

Der Stand der Dinge für das bisherige Werbejahr 2011 im Überblick:

(Tabelle: Nielsen)

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Freispots, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Medienbranchen und des Werbedrucks sind sie dennoch.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige