Hartmann kritisiert Haudraufjournalismus

Publishing Nach den Querelen um seine Vertragslängerung mit der ARD und der damit verbundenen Trennung vom Sender will Waldemar Hartmann im Herbst 2013 seine Biografie veröffentlichen. Das berichtet die taz in ihrer Samstagsausgabe. Nur eine Woche zuvor war die vom MDR vorgeschlagene Vertragsverlängerung bei "Boxen im Ersten" von den ARD-Sportchefs abgeschmettert worden. In der sonntaz weist der Journalist die Kritik an seiner Arbeit, die man oft als "Weißbier-Duz-Sportjournalismus" bezeichnete, als "Hochmut" zurück.

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"Da wird genau der polternde Haudraufjournalismus selbst produziert, der kritisiert wird", erklärt der 65-Jährige. In einer "Schönschreibecke" könne man nicht den Mainstream erreichen. Das aber sei für eine solche Sendung zwingend nötig. 

Für Hartmann sei der Journalismus "leider kein Rechercheberuf mehr, sondern ein Abschreibberuf geworden". Der Sportmoderator versteht sich selbst als "unterhaltender Journalist."  Er sei im Fernsehen so, wie er sich auch privat gebe: "Ich könnte ja so tun, als ob ich privat Chopin höre und eine Schmetterlingssammlung pflege, aber das tue ich nicht. Ich verstelle mich nicht, aber ich werde eben auch völlig überzeichnet dargestellt." Wie die taz berichtet, schreibt "Waldi" an seiner Biografie, die im kommenden Herbst auf den Markt kommt soll.

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