Bettina Wulff verklagt Google, Jauch lenkt ein

Publishing Bettina Wulff verklagt nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung den Internetkonzern Google. Die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff gehe darüberhinaus seit dessen Rücktritt vehement gegen Medien vor, die Berichte über ein angebliches Vorleben im Rotlichtmilieu gestreut hätten. Mehr als 34 Medien hätten bisher Unterlassungserklärungen abgeben müssen. Der Anwalt der ehemaligen First Lady bestätigte die Klage. Günther Jauch lenkte in einem weiteren Klagefall ein.

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Wie die SZ berichtet, sei das Gerücht, die ehemalige First Lady hätte als Escort-Girl gearbeitet, bereits 2006 in Kreisen der Hannoveraner CDU gestreut worden. Ihr Mann war zu dieser Zeit Ministerpräsident in Niedersachsen. Einige Medien hätten diese um die Jahreswende, als Jauch im Kreuzfeuer der Kritik stand, bereitwillig aufgegriffen. Der TV-Moderator Jauch habe beispielsweise in seiner Sendung aus einem Artikel der Berliner Zeitung zitiert – und daraufhin eine Unterlassungsverpflichtungserklärung abgeben sollen. Was dieser zunächst ablehnte. Laut Spiegel Online hat der TV-Moderator inzwischen eingelenkt. 

Jauch lässt laut Spiegel Online über seinen Anwalt Christian Schertz verlauten: "Ich habe niemals über Frau Wulff eine falsche Tatsachenbehauptung aufgestellt, sondern lediglich im Dezember vergangenen Jahres aus einem Artikel der ‚Berliner Zeitung‘ zitiert und daraus eine entsprechende Frage an den stellvertretenden ‚Bild‘-Chefredakteur formuliert. Da ich allerdings kein Interesse an einer Auseinandersetzung mit Frau Wulff habe, habe ich den Rechtsstreit beenden lassen, noch ehe mir die Klage von Frau Wulff überhaupt offiziell zugestellt wurde."

Seit dem Rücktritt ihres Mannes geht die 38-Jährige vehement gegen verleumderische Berichterstattung vor. In einigen Fällen sei sogar Schmerzensgeld gezahlt worden, berichtet die SZ. Wulff-Anwalt Gernot Lehr bestätigte gegenüber der dpa das juristische Vorgehen gegen Redaktionen und Blogger. Google soll indes bei der Suche nach dem Namen Bettina Wulff Autocomplete-Ergänzungen wie "Rotlichtvergangenheit" ausschalten. Die Klage ist am Hamburger Landgericht eingereicht worden.

Spätestens im November, vermutlich aber schon im Laufe des September dürfte Bettina Wulff wieder im Fokus der Medien stehen. Dann soll ihr Buch "Meine Sicht der Dinge" erscheinen, in dem sie über die Zeit an der Seite des Staatsoberhauptes schreibt. Der Riva Verlag will das Werk in sechsstelliger Auflage auf den Markt bringen. 

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