ProSiebenSat.1 startet Inkubator

Publishing ProSiebenSat1 intensiviert seine Anstrengungen, digitale Geschäftsfelder zu erschließen. Gemeinsam mit der Werbefirma Covus gründet die TV-Sendergruppe eine Gemeinschaftsfirma mit Namen Covus Ventures in Berlin, die als Inkubator neue E-Commerce-Geschäfte aufbauen soll. Das berichtet das Handelsblatt. Angestrebt sind dem Artikel zufolge vor allem Online-Marken, die sich gut für eine TV-Vermarktung eignen. Von der neuen Firma wird ProSieben 51 Prozent der Anteile halten.

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Im Handelsblatt verrät Christian Wegner, Vorstand für das Digitalgeschäft bei ProSiebenSat.1, die mit Covus Ventures verfolgten Pläne. Er sagt: "Die Berliner Firma wird in den nächsten Jahren mehrere Online-Marken aufbauen, die von den bestehenden Synergien aus E-Commerce und TV signifikant profitieren." Mit dem Unternehmen wolle ProSiebenSat.1 das digitale Geschäft weiter ausbauen.
Das Gemeinschaftsunternehmen mit Covus ist nicht die erste Zusammenarbeit mit Covus für den Konzern. 2011 sind beide Firmen schon eine Kooperation im Spielebereich eingegangen. Die Firmenleitung des neuen Inkubator wird von Covus-Gründer Sven Lubek und Arnd Benninghoff, Chief Digital Officer bei Pro SiebenSat.1, übernommen.
Mit dem Inkubator setzt ProSiebenSat.1 seinen Wandel hin zum digitalen Geschäft weiter fort. Wie der Konzern vor kurzem mitteilte, soll bis 2015 die Hälfte des Umsatzes abseits von TV-Werbung erzielt werden. Der Hintergrund für diese Entscheidung ist vor allem das besonders in Deutschland rückläufige TV-Werbegeschäft.
Das Segment Digital & Adjacent wuchs im zweiten Quartal hingegen um 15,5 Prozent bei den Erlösen. Besonders die Online-Videos, Online-Games und die Sparte Ventures sind erfolgreich. Auch die Börse reagierte zuletzt positiv auf die Entwicklung von ProSiebenSat.1: Die Aktien des Unternehmens erreichten neue Hochwerte.
Neben der Neugründung sollen bei ProSiebenSat.1 aber auch Übernahmen das Geschäft ankurbeln. Wetter.com wurde gekauft, ebenso der Reiseveranstalter Tropo. Damit soll jedoch noch nicht Schluss sein. "Weitere Zukäufe wollen wir bei passender Gelegenheit machen", sagt Christian Wegner im Handelsblatt.

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