Nach 3D kommt 4K: die Trends der IFA 2012

Fernsehen Am Wochenende hat die Internationale Funkausstellung in Berlin begonnen. Die Unterhaltungsbranche scheint 3D längst als Standard erkoren zu haben und stellt bereits die nächste Gerätegeneration vor: TVs mit 4K. Außerdem punktet LG mit papierdünnnen Displays, Googles künftige TV-Partner zeigen, wie Android das Wohnzimmer erobern will und gleich mehrere Windows-Tablets wollen dem iPad Konkurrenz machen. Die wichtigsten Neuerungen auf der IFA 2012 im Überblick.

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LG OLED TV: Die neuen OLED-Fernseher von LG sind die heimlichen Stars der diesjährigen IFA. Kein Wunder: Die Farben wirken satt, das Schwarz ist extrem dunkel, der Kontrast bleibt auch bei unterschiedlichen Betrachtungswinkeln hoch. Der eigentliche Clou: Das Gehäuse ist nur vier Millimeter tief, ein neuer Rekord.

Auch Samsung bringt ein 55 Zoll große OLED-TV auf den Markt. Der Preis des ES9500 wird auf rund 9000 Euro geschätzt. Damit eignet sich die Technologie noch nicht für den Massenmarkt. Bei Samsung ist man sich deswegen sicher, dass OLED und LCD noch lange Zeit koexistieren werden.

Google TV: Vergangene Woche stellte Google seine Definition einer Fernsehbox vor, vorbestellen kann man das Gerät bereits. Wer nicht bis Mitte September abwarten will, wenn die Auslieferung beginnen soll, kann sich auf der IFA gleich mehrere Google-TVs anschauen. Denn Google produziert die Hardware nicht selbst, sondern setzt auf Kooperationen. Neben dem bereits bekannten Sony-Gerät NSZ-GS7 stellen auch Samsung und LG TV-Boxen vor, die auf Android basieren oder die Multimedia-Apps der Google-TV-Plattform nutzen. Während das 55G2 von LG bislang nur in den USA erhältlich ist, stellte der weitestgehend unbekannte Hersteller Hisense seine TV-Box "Pulse" vor, die für 99 Dollar zuerst in den USA an den Start gehen soll. Damit liegt die Hardware preislich auf einer Ebene mit dem aktuellen Apple TV.

Panasonic 3D-TV ohne Brille: 3D ohne Brille, das war bislang für alle jene ein Traum, denen nach wenigen Minuten 3D-Material schon die Augen schmerzten. Wer es groß mag, der sollte deswegen Panasonic einen Besuch abstatten. Der Fernsehhersteller zeigt ein brillenloses 3D-Plasma-Panel mit einer Diagonale von 262 Zentimetern, was 103 Zoll entspricht. Dabei setzt man auf „Interactive Multi-View", eine neuartige Technologie, die störende Effekte beseitigen soll, die bislang bei 3D-Fernsehen ohne Brille auftraten. 

Einen Preis gab das Unternehmen noch nicht bekannt. Er dürfte aber im höheren vierstelligen Bereich liegen. Damit eignet sich das Gerät wohl nur für den gut betuchten Heimanwender oder aber für Kaufhäuser und Einkaufspassagen, die mit 3D-Werbung den Abverkauf steigern wollen. 

4K-Fernseher: Nach 3D kommt 4K. Aber was bedeutet eigentlich die Technologie, von der die TV-Hersteller gerade schwärmen? Erst einmal bedeutet 4K eine gesteigerte Auflösung von 3840 × 2160 Bildpunkten. Zum Vergleich: Ein Full-HD-Fernseher kommt auf 1920 x 1080 Bildpunkte.
Etliche Hersteller zeigen auf der IFA bereits Fernseher, die über die hohe Auflösung verfügen. Allerdings hat die Technologie noch einen Haken: Derzeit gibt es weder ausreichend Inhalte mit dieser Pixelmenge, noch gibt es entsprechende Geräte, die diese Datenmengen auf den Fernseher schicken können. Bis der kürzlich verabschiedete TV-Standard dann auch wirklich zum TV-Standard wird, dürften noch etliche Jahre vergehen. Immerhin sind in Deutschland noch längst nicht alle Fernseher in High-Definition verfübar. Preise für die 4K-Modelle wollen die Hersteller offiziell noch nicht nennen. Allerdings gehen Experten davon aus, dass 4K auch "viermal so teuer" bedeutet.

Windows Tablets: Eine ganze Reihe von Tablets, die auf Windows laufen, können Besucher sich auf der IFA anschauen. Aber seien Sie gewarnt: Die iPad-Konkurrenz ist teuer. Bei rund 600 Euro geht es los, die teuersten Vertreter kosten stolze 1200 Euro. Während die Tablets mit stärkeren Core-i-CPUs Windows 8 nutzen, setzen die vermeintlichen Billigheimer auf schwächere ARM-Prozessoren und laufen auf Windows RT.
 
Im mittleren Preissegment liegt etwa das W700 von Acer mit gschätzten 700 Euro. Das derzeit teuerste Tablet kommt von Samsung. Der Ativ Smart PC Pro soll 1200 Dollar kosten. Dafür gibt es dann eine 128-GByte-SSD und ein zwölf Zoll großes Display. Ob das Gerät damit noch mobil ist, sei einmal dahingestellt.
Wer sich die neuesten Gadgets auf der IFA ansehen will, hat noch bis zum 5. September Zeit. Die Messehallen haben täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ausführliche Informationen gibt es auf der Messe-Webseite.

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