500 Franken „Bonus“ für einen Presse-Termin

Publishing Anreise gegen Bezahlung: Wie die Schweizer Sonntagszeitung Der Sonntag berichtet, bot die Zürcher Tourismusmarketing-Firma Smarket AG Pressevertretern kürzlich ein Honorar, wenn sie sich bei einem Event der Firma blicken lassen. Sonntagszeitung und NZZ sind in Erklärungsnot. Denn laut Der Sonntag ließen sich Redakteure der Blätter die Anreise mit 500 Franken bezahlen. Den Unternehmen wurden vorab "attraktive Top-Journalisten" versprochen. Dafür wurden 3000 Franken pro Ticket fällig.

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Wirklich kurios ist allerdings der Modus der Bezahlung: So hätte sich das Geld in einem Couvert in den Presseunterlagen befunden, berichtet Der Sonntag. Der Verantwortliche für das Event bei der Smarket AG, Fiorenzo Fässler, sieht nichts Verwerfliches an seinem Vorgehen. Immerhin hätte es sich nicht um ein Pressevent im herkömmlichen Sinne gehandelt, eher um eine "Weiterbildung".
Während Tagesanzeiger und Bund ablehnten und sich dabei auf journalistische Prinzipien beriefen, erklärte Fässler, dass Journalisten von Tamedia (SonntagsZeitung), NZZ und az Geld von ihm erhalten hätten. Während Vertreter des NZZ-Verlages dementierten, eine entsprechende Zahlung angenommen zu haben, bekannte der Schweizer Reisejournalist Christoph Ammann dem Sonntag gegenüber, für die SonntagsZeitung an dem Event teilgenommen zu haben. Das Geld käme nun einer Redaktionsfeier zugute. Das gab auch Walter Hagenbüchle von der NZZ zu Protokoll, sprach dabei im Sonntag von einem "heiklen Grenzfall".

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