Rechnungshöfe nehmen erneut MDR ins Visier

Fernsehen Laut einem Bericht der Dresdener Neueste Nachrichten (DNN) kritisieren die Rechnungshöfe der drei am MDR beteiligten Bundesländer Missstände beim Sender. Vor allem die 100-prozentige Tochter MDR-Werbung GmbH ist dabei im Fokus. Vorgeworfen werden der Firma Intransparenz und ungerechtfertigte Steuervorteile. Zudem bestehe die Gefahr von mangelnder Unabhängigkeit des Programms von Werbekunden.

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"Es ist mithin nicht ausgeschlossen, dass das Programm den Erwartungen der Werbewirtschaft angepasst wird und die Interessen von Randgruppen benachteiligt", zitiert die DNN einen Prüfungsbericht. Vor allem die hohen Kosten für die Bundesliga-Reche würden zu weitren Einnahmen zwingen. Der MDR hingegen sehe die Vorwürfe als unbegründet an. Die "Trennung von Werbung und Programm sowie die redaktionelle Unabhängigkeit sind gewährleistet", wird der Sender zitiert.
Laut DNN hat die MDR-Werbung GmbH zudem nicht alle Erträge versteuert. Die Rede ist von jährlich 1,2 bis 2,3 Millionen Euro. Außerdem hätten die Prüfer Zweifel das Handeln der MDR-Werbetochter überhaupt mit dem Rundfunkstaatsvetrag konform gehe. Der MDR hält das bestehende System dem Zeitungsbericht zufolge jedoch für "marktkonform und damit transparent".

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