Unternehmen schlecht auf Shitstorms vorbereitet

Einer Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) zufolge sind viele Unternehmen nur unzureichend auf Shitsstorms vorbereitet. Danach verfügen nur 42 Prozent der befragten Unternehmen über einen Krisenplan für die Kommunikation auf Facebook, bei der Mehrheit von 45 Prozent ist das nicht der Fall.

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"Bei einer Krise werden die Facebook-Seiten von Unternehmen in der Regel zum zentralen Anlaufpunkt für öffentliche Kritik", sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Er ergänzt: "Organisationen sollten strukturell und personell auf einen Shitstorm vorbereitet sein, sonst droht ihnen erheblicher Schaden für Image und Reputation." Nach den Ergebnissen der Umfrage haben ein Viertel der Unternehmen mit einer Facebook-Präsenz nicht einmal einen festen Mitarbeiter, der sich um die Seiten kümmert. Bei aber immerhin 41 Prozent sind zwei oder mehr Mitarbeiter für die Social Media-Präsenz zuständig.
Ein weiterer Kritikpunkt: Es fehle an festen Zeitvorgaben, wie schnell auf Kritik reagiert werden müsse. Laut Umfrage gibt es nur bei 37 Prozent der befragten Unternehmen eine solche Vorgabe, wovon die Hälfte Reaktionszeiten von 24 Stunden oder länger erlauben, was im Fall einer Krise oft zu lang ist. Nach den Ergebnissen der Umfrage nutzen derzeit 60 Prozent der IT-Unternehmen Facebook für die Kommunikation mit Kunden und anderen Interessengruppen.
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage unter Kommunikationsverantwortlichen aus 172 Unternehmen der ITK-Branche. Die Umfrage mit weiteren Ergebnissen wurde im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit zur Krisenkommunikation auf Facebook durchgeführt.

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