Promi-Protest gegen NBC-Kriegs-Show

Fernsehen Mit "Stars Earn Stripes" hat NBC womöglich im wahrsten Sinne des Wortes über das Ziel hinausgeschossen. Der amerikanische Fernsehsender zeigt seit diesem Montag eine neue Reality-Show, in der Prominente in den Krieg ziehen, wenn auch nicht wirklich: Im Stil von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" müssen sie militärische Aufgaben bewältigen. Während ein ehemaliger Präsidentschafts-Kandidat das Format moderiert, kommt von neun Friedens-Nobelpreisträgern starke Kritik. Sie fordern, die Show einzustellen

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NBC wirbt damit, dass das Format auch die Truppen unterstützen würde. Dem widersprechen die Gegner der Show: "Es ist unsere Überzeugung, dass dieses Programm niemanden in irgendeiner Weise Anerkennung zollt und eine unruhmreiche Tradition der Glorifizierung von Krieg und bewaffneter Gewalt fortsetzt sowie erweitert", schreiben die Nobelpreisträger in einem Offenen Brief.
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Als Personen, die "zu viele Gesichter von bewaffneten Konflikten und Gewalt" angesehen hätten rufen sie die Verantwortlichen auf, die Ausstrahlung der Sendung zu beenden. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderen Desmond Tutu und Shirin Ebadi. Früher im Jahr hatte bereits das politische Aktionsbündnis RootsAction eine Online-Petition gestartet, die gegen die Sendung protestierte. Das Ziel von 30.000 Unterzeichnern verfehlte die Petition mit gut 18.000 aber deutlich.
Ungeachtet der Kritik ging am Montag Abend die erste Folge über den Äther. Mit dabei sind unter anderem Todd Palin, Ehemann der ehemaligen Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, sowie Muhammad Alis Tochter Laila Ali und Picabo Street, ehemalige Skifahrerin und Goldmedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von 1998. Als Moderator tritt Wesley Clark auf. Der 67-Jährige kämpfe in Vietnam und im Kosovo, war lange Jahre Nato-General und trat erfolglos als Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die Wahlen 2004 an.
In der ersten Folge schickte Clark die Promis unter anderen durch Schlamm und unter Stacheldraht hindurch, während um sie herum für einige Explosionen gesorgt wurde. Und es wurde vor allem kräftig geschossen. Unter anderem stand sogar Häuserkampf auf dem Aufgabenzettel. Am Ende musste sich Dolvett Quince verabschieden. Er war Trainer in der US-Version von "The biggest looser".

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