Focus Online führt Facebook-Schranke ein

Publishing Paywall war gestern: Im Kampf um mehr Fans auf Facebook hat Focus Online eine “Like-Wall” eingeführt. Wer einen Artikel auf dem News-Portal zuende lesen will, muss einen Dialog beantworten, der nach der Hälfte des ersten Absatzes nach dem Teaser auftaucht. Der restliche Text darunter ist ausgegraut. Der Leser hat die Möglichkeit, die Facebook-Seite von Focus Online zu liken oder den Dialog wegzuklicken. Auf MEEDIA-Anfrage erklärte man, dass es sich um ein Experiment handle, das eventuell fortgeführt wird.

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Hat man angegeben, bereits Fan der Webseite zu sein, verschwindet das Pop-up. Gut: Man kann ebenso angeben, nicht Fan der Seite werden. Es besteht also kein Zwang. Es ist das erste Mal im deutschen Web, dass eine Webseite mit einem Pop-up auf der Webseite für mehr Fans wirbt. Bislang nutzen Webseiten in erster Linie Social-Plugins von Facebook, um neue Fans zu werben. Zu den Beliebtesten zählt nach wie vor die Like-Box, die meist in der rechten Kastenspalte mit den Facebook-Freunden eines Lesers aufwartet und zum Liken animieren soll.

Auf Facebook hat Focus Online rund 46.000 Fans. Die direkte Konkurrenz – Faz.net mit rund 50.000 Fans, stern.de mit 72.000 Fans, Zeit Online mit 102.000 Fans – gilt es nun zu überholen. Welt Online mit rund 27.000 Fans und Süddeutsche.de mit rund 42.000 Fans haben die Münchner bereits hinter sich gelassen.

Update: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels war die "Like-Wall" aktiv, zwischenzeitlich tauchte sie auf der Webseite nicht mehr auf.

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