Die Olympischen Kameraspiele von London

Fernsehen Die Arbeit eines Fotografen bedeutet bei Großevents oft enormen Stress. Das ist bei den Olympischen Spielen in London nicht anders. Die wichtigen Szenen eines Wettkampfes müssen im Kasten sein. Dieses Mal erklärt Fotograf Alex Livesey, warum es sich lohnt, ab und an mit dieser Regel zu brechen. MEEDIA zeigt in Kooperation mit Getty Images während des Wettbewerbs jeden Tag ein Bild und seine Geschichte - und lässt dabei den Macher zu Wort kommen.

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Prinz Abdullah Al Saud von Saudi Arabien setzt zum Sprung an / Copyright: Getty Images

"Wir hatten zwei Fotografen vor Ort, die das Event gecovert haben, weil es um die Medaillen ging. Ich hab mich dazu entschieden, von weit oben das Geschehen abzulichten", erklärt Alex Livesey die Entstehungsgeschichte für seinen ungewöhnliches Bild vom Qualifikationsritt im Springreiten (Einzel). "Weil die Sonne schien, wollte ich eine Aufnahme machen, die die beeindruckende Location zeigt, solange ich noch die Möglichkeit dazu hatte." Nach ein paar normalen Bildern vom Parcours entschied sich Livesey für einen ungewöhnlichen Ansatz. Schließlich deckte sein Kollege das Geschehen weiter unten direkt ab.

"Ich hatte meine Tild-and-Shift-Optik dabei – das ist eine sehr spezielle Linse, die man vor allem für das Ablichten von Gebäuden benutzt. Sie erlaubt mir, mit dem Fokus zu spielen", erklärt der Fotograf. Allerdings ist es recht schwer, lebendige Objekte damit abzubilden, ohne dabei zu viel Schärfe zu verlieren.

"Das Resultat kann allerdings beeindruckend aussehen, wenn der Großteil des Bildes als unscharfer Hintergrund verschwimmt. Ich liebe die Art und Weise, wie der Parcours einer Miniatur ähnelt – so unwirklich."

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