Outlook.com: Microsoft legt Hotmail auf Eis

Publishing Hotmail ist bald Geschichte: Microsoft hat den Nachfolger Outlook.com am Mittwoch vorgestellt. Der neue Webmailingdienst soll nach und nach Hotmail ablösen. Microsoft positioniert die Online-Variante als Konkurrenz zu Googlemail, gegen den der Softwareriese schon zuvor mit Werbefilmen Stimmung gemacht hatte. Outlook.com soll im Gegensatz zu Googles Mailservice das Postfach der Nutzer nicht nach werberelevanten Themen scannen.

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Hotmail war ein Pionier im Bereich Webmail, Microsoft kaufte den Dienst 1998 auf. Jetzt will der Softwareriese die Mail neu erfinden, wie das Unternehmen im Firmenblog bekanntgab. Man breche dieses Mal mit der Vergangenheit und hätte Outlook.com von Grund auf neugebaut. Tatsächlich präsentiert sich der Webmailingdienst in schlichtem Design. Auf Wunsch kann der Nutzer sein Mailkonto mit Twitter, Facebook und Co. verknüpfen, um so leichter Inhalte mit anderen zu teilen.

Wann Microsoft Hotmail abschaltet, ist noch unklar. Bis dahin macht es das Unternehmen den Nutzern leicht, mit ihren Konten umzuziehen. Ist der Benutzername mit der Mail-Endung @outlook.com noch frei, können Hotmail-Nutzer mit einem Klick auf “Upgrade to Outlook.com” wechseln. Einmal umgezogen sollen sich angehängte Dokumente direkt online ansehen und bearbeiten lassen. Auf Wunsch können Nutzer die Medien in den Social Networks Faceboo, Twitter und LinkedIn verbreiten.

Google+ ist in der Schar der verfügbaren Social Networks nicht enthalten. Das verwundert kaum. Schließlich ist Gmail seit 2004 der Platzhirsch unter den Webmailern und punktete mit fast unbegrenztem Speicher. Die neuen Features von Outlook.com sind in Verbindung mit Googles Webtools schon lange möglich. Dateien lassen sich hier auf Google+ teilen.

Künftig will Microsoft Outlook.com um weitere Features ergänzen. So sollen dann auch Telefonate via Skype möglich sein. Derweil legt das Unternehmen großen Wert darauf, die kostenlose Mailplattform mit unbegrenztem Speicherplatz weitestgehend werbefrei zu halten. Im Gegensatz zu Google scanne man nicht das Postfach der Nutzer, heißt es in einer Mitteilung.

Die große Herausforderung dürfte sein, die Nutzer anderer Maildienste von dem Angebot zu überzeugen. Wer etwa bei Googlemail seit nunmehr acht Jahren angemeldet ist und dort mitunter tausende Mails abgespeichert hat, lässt sich nur schwer zum Umzug bewegen.

Dennoch scheint Microsoft die richtige Richtung eingeschlagen zu haben. Bereits kurz nach dem Launch berichtet das Unternehmen von rund einer Million Registrierungen.

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