Titanic: Steht Papst Schadenersatz in 6stelliger Höhe zu?

Publishing Für ihre Papst-Satire könnte die Zeitschrift Titanic zur Kasse gebeten werden. Der Medienanwalt Ralf Höcker prognostiziert, dass Papst Benedikt XVI. eine Geldentschädigung in sechsstelliger Höhe erwirken könnte. Die Zeitschrift hatte das Kirchenoberhaupt mit gelb und braun beflecktem Gewand gezeichnet.

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Höcker schreibt in einem Beitrag für das Portal Vocer: "Joseph Ratzinger ist nicht die katholische Kirche, er ist auch nicht nur Papst, sondern er ist vor allem und über allem: ein Mensch." Und weiter: Kein Mensch müsse "es ertragen…, vollgepisst und vollgeschissen auf Vorder- und Rückseite einer Satire-Zeitschrift abgebildet zu werden!" 

Die Unterlassungsverfügung Ratzingers gegen Titanic sei nötig, um dessen Herabwürdigung durch das Magazin zu beenden. Sollte nun Titanic weiter versuchen, einen PR-Vorteil aus der Geschichte zu ziehen – Chefredakteur Leo Fischer hatte einer Reihe von Medien Interviews gegeben, darunter auch MEEDIA – dann könnte Ratzinger eine Schmerzensgeldklage "draufsatteln", um weitere Berichterstattung zu unterbinden.

Höcker schreibt: "Ich wage die Prognose, dass wir schon um die Jahreswende von einer weiteren ‚lehrenden und zurechtweisenden‘ Gerichtsentscheidung lesen werden, die die uneinsichtige Titanic zur Zahlung einer Geldentschädigung in sechsstelliger Höhe verurteilt."

Gegenüber MEEDIA hatte Leo Fischer auf die Frage nach möglichen Folgekosten gesagt: "Gerichtskosten sind natürlich ein Risiko, mit dem wir immer rechnen müssen. Darum haben wir in der Vergangenheit mit Fonds und schwarzen Kassen vorgesorgt. Da sind mittlerweile fantastische Summen zusammengekommen, so dass wir einem eventuellen Prozess sehr gelassen entgegensehen. Gerichtskosten spielen in der Tat keine Rolle für unsere Überlegungen, was wir zum Titel machen oder nicht."

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