Spiegel: Israel-U-Boot-Titel war ein Erfolg

Publishing Es war eine spannende Geschichte, die perfekt zum Spiegel passt: "Geheim-Operation Samson - Wie Deutschland die Atommacht Israel aufrüstet" titelte das Magazin auf seinem Heft 23/2012 und beschrieb detailliert die U-Boot-Verkäufe nach Israel. Erfreulich für die Spiegel-Macher: Die Ausgabe verkaufte sich am Kiosk recht gut: 312.835 Leute griffen nach nun veröffentlichten IVW-Zahlen im Einzelverkauf zu - 12.500 mehr als im 3-Monats-Durchschnitt. Nicht so gut lief es in Woche 23 für Stern und Focus.

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Mit den 312.835 Kiosk-Verkäufen erreichte die "Geheimoperation Samson" den zweitbesten Einzelverkauf der vergangenen fünf Wochen, nur die vorige Ausgabe zum Thema Sterben erreichte mit einer DVD-Beilager einen noch besseren Verkauf. Allerdings finden DVD-Ausgaben fast immer ein größeres Kiosk-Publikum als solche ohne Beilage. Ein herausragendes Ergebnis sind die 312.835 Einzelverkäufe zwar nicht (der Spiegel-Jahresdurchschnitt liegt ca. 10.000 darüber), ein gutes Ergebnis sind sie allemal. Im Gesamtverkauf inklusive Abos, Bordexemplaren, etc. wechselte Ausgabe 23/2012 laut IVW 931.958 mal den Besitzer.

Miserabel lief hingegen der stern 23/2012 im Einzelverkauf. Mit 235.319 Kiosk-Käufern fiel er auf den zweitschwächsten Wert seit Start der IVW-Heftauflagenmessung Mitte der 1990er-Jahre. Einzig die Ausgabe mit Christine Lagarde sechs Wochen zuvor lief mit 232.848 noch schlechter. Das Titelthema, das für diesen Misserfolg verantwortlich ist: "Rettet die Liebe – Wie eine Paartherapie das Glück zurückbringen kann". Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Mit 800.584 wurde beinahe die 800.000er-Marke unterschritten – etwas, das erst zweimal zuvor passiert ist.

Der Focus schrammte knapp an einer anderen Marke vorbei, der 100.000er im Einzelverkauf: Mit 103.615 lag Ausgabe 23/2012 unter den Zahlen des 12-Monats-Durchschnitts (ca. 113.000) und des 3-Monats-Durchschnitts (ca. 105.000). Und das, obwohl man den spartanischen Titel "I Win – Das neue Mental-Training aus den USA" mit einem Gratis-Download einer Steve-Jobs-Biographie pushen wollte. Im Gesamtverkauf erreichte das Heft 540.770 Leute.

  

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