Zeit und Landlust große AWA-Gewinner

Publishing Die großen Reichweitensieger der neuesten Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse heißen Landlust und Die Zeit. Die Landlust gewann 820.000 Leser gegenüber 2011 hinzu und ist damit der Aufsteiger unter den Zeitschriften, Die Zeit legte um 180.000 Leser zu - so viel wie keine andere Zeitung. Größte Verlierer sind die Bild und die Programmie-Kombi Gong plus+. Insgesamt verringerten sich die Print-Reichweiten um 1,5%, vor allem bei der Computerpresse ging es reihenweise bergab.

Werbeanzeige

Deutschlands Zeitschrift mit den meisten Lesern bleibt laut AWA 2012 die Kombi der beiden Apotheken-Umschau-Ausgaben. 20,96 Mio. greifen zu dem kostenlosen Kundenmagazin – ein Minus von 0,9% gegenüber 2011. Dahinter folgt die ADAC Motorwelt und als stärkste am Kiosk erhältliche Zeitschrift die Bild am Sonntag.

Insgesamt gibt es unter den 20 reichweitenstärksten Titeln nur fünf Gewinner, aber 14 Verlierer. Am deutlichsten nach unten ging es in der Top 20 prozentual gesehen für die Bunte, für TV Movie und für den Senioren Ratgeber. Größte Aufsteiger sind hier TV14, das Stiftung-Warentest-Magazin Test und die Sport Bild.

Während das Verhältnis zwischen Auf- und Absteigern in der Top 20 recht eindeutig aussieht, ist es im gesamten Feld der abgefragten Titel etwas ausgeglichener. 132 Zeitschriften verloren Leser, 95 gewannen welche hinzu und 16 landeten auf Vorjahresniveau. Zwar spricht Allensbach von 146 Titeln, die gewonnen haben oder stabil geblieben sind und nur von 96 Verlierern, doch dort wurde die Reichweite in Prozent mit einer Nachkommastelle gewertet – und nicht die genauere Zahl der Leser pro Ausgabe in Mio. mit zwei Nachkommastellen.

Schaut man auf die einzelnen Segmente, so gehören vor allem die Computer- und Computerspielmagazine zu den großen Verlierern, hier traf es bis auf Chip (+7,3%) und Connect (+-0) alle abgefragten Titel. Nach unten ging es zudem für die wöchentlichen Programmzeitschriften und die Magazine zum Zeitgeschehen. Dort verloren Spiegel (-2,2%), stern (-0,5%) und Cicero (-13,3%), lediglich der Focus konnte sich auf Vorjahresniveau halten. Mit 3,85 Mio. Lesern bleibt er aber deutlich hinter stern (7,90 Mio.) und Spiegel (6,14 Mio.).

In der Flop Ten der Verlierer gegenüber 2011 finden sich diese Titel jedoch nicht. Die Tabelle wird angeführt von der Programmie-Vermarktungs-Kombi Gong plus+, die 350.000 Leser einbüßte, dahinter folgen die beiden Apotheken-Umschauen, TV Movie und Computer Bild.

Größter Gewinner der Zeitschriften ist die Landlust, die ja auch bei der IVW-Auflage seit Jahren Quartal für Quartal zulegt. Laut AWA ist sie inzwischen bei 3,01 Mio. Lesern pro Ausgabe angekommen – ein Plus von 820.000 bzw. satten 37,4%. Setzt sich diese Entwicklung fort, wird die Landlust 2013 schon zu den 20 Titeln mit den meisten Lesern gehören. Ebenfalls nach oben ging es für die Stadtillustrierten der UMM, für die Neue Apotheken-Illustrierte und das Zeit Magazin.

Insgesamt sieben Zeitschriften ließen ihre Leserzahlen erstmals von der AWA erheben. Hier kommt Bild der Frau Gut kochen & backen auf 1,58 Mio. Leser, Bild der Frau Schlank & fit auf 690.000, ebenso wie 11 Freunde. Hörzu Wissen erreicht 610.000, Geolino extra 390.000, Kino&Co 320.000 und Mare 310.000 Leser.

Bei den Zeitungen heißt der Aufsteiger Nummer 1 nach absoluten Leserzahlen Die Zeit. 180.000 mehr Leute als noch 2011 griffen zu der Wochenzeitung. Auch die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung legte – wenn auch leicht – zu, für die Welt am Sonntag ging es etwas nach unten, man bleibt aber vor dem Konkurrenten FAS.

Unter den Tageszeitungen gibt es eine sehr überraschende Entwicklung. Das Handelsblatt gewann hier unglaubliche 30,8% hinzu. Laut AWA sei die Lesefrequenz und die Zahl der Mitleser deutlich angestiegen. Vor allem letzterer Wert muss enorm gewachsen sein, denn die verkaufte Auflage bewegt sich in etwa auf Vorjahresniveau. Die 30,8% dürften daher auch wieder zu Diskussionen um Reichweitenstudien wie AWA und MA führen, die auf Umfragen basieren.

Nach oben ging es bei den Tageszeitungen zudem für die F.A.Z. und Die Welt, deutlich Leser verloren haben Bild, Frankfurter Rundschau und die Financial Times Deutschland. Lag die FTD 2010 noch vor dem Handelsblatt, findet sie sich nun meilenweit dahinter.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige