Neuer Ärger um Facebooks Zwangs-Mail

Publishing Die von Facebook durchgeführte Zwangs-Umstellung von E-Mailadressen auf @facebook.com Adressen ist noch nicht abgeebbt, da gibt es auch schon neuen Ärger. Wie die US-Website CNet berichtet, sorgt die Umstellung der E-Mailadressen bei Facebook auch für Irritationen in anderen Adressbüchern - sollten diese mit Facebook verknüpft sein. So kann es geschehen, das Mailadressen von Kontakten verschwinden oder verändert werden, ohne dass Nutzer zunächst etwas davon mitbekommen.

Werbeanzeige

So berichtet CNET von Nutzer-Erfahrungen, bei denen Mail-Adressen in Adressbüchern plötzlich durch @facebook-com Adressen ausgetauscht wurden. Des Rätsels Lösung: Die Adressbücher waren mit Facebook verknüpft. Für große Verwirrung sorgt auch der Umstand, dass Nutzer von einer neuen @facebook.mail nur dann via Mail informiert werden, wenn sie von Facebook-Freunden oder Freunden von Freunden stammen (diese Einstellung kann man freilich ändern). Facebook-Mails von “Fremden” landen oft unbemerkt im Ordner “Sonstiges”, von dem viele bis dato gar nicht wussten, dass es ihn gibt.

Zur Verwirrung trägt ebenfalls bei, dass Facebook in den normalen Kontoeinstellungen die alte E-Mail Adresse als Primär-Adresse anzeigt. Erst wenn man in der Chronik auf Kontakt-Informationen klickt, sieht man, dass dort die neue @facebook.com Adresse angesetzt wurde. Im Internet kursieren mittlerweile zahlreiche Anleitungen, wie man die zwangsverordnete @facebook.com Adresse wieder von der eigenen Facebook-Chronik entfernen kann.

Bedenklich an der ganzen Sache ist aber vor allem, dass Facebook von vergangenen Datenschutz-Debatten und Empörungswellen offenbar so wenig gelernt hat, dass das weltgrößte Soziale Netzwerk einfach ohne Rücksprache mit den Nutzern Hand an das nach wie vor wichtigste persönliche Online-Kommunikationsmittel, die E-Mail, legt. Eine andere Interpretation wäre, dass Facebook zwar ahnte, dass die Zwangsumstellung der Mailadressen Ärger bringt, es dem Unternehmen aber schlicht egal war. Beide Möglichkeiten wirken nicht sonderlich vertrauensbildend.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige