Microsoft kauft Yammer für 1,2 Mrd. Dollar

Publishing Das weltgrößte Software-Konzern dreht auf: Eine Woche nach dem Einstieg in den Tabletmarkt hat Microsoft nun auch eine Großübernahme verkündet. Für immerhin 1,2 Milliarden Dollar kauft der nach Apple zweitwertvollste Technologiekonzern der Welt Yammer. Über die Übernahme wurde seit Wochen in der Branche spekuliert. Yammer ist ein Anbieter von Online Business Software, mit der Unternehmen intern Social Networks aufbauen können. An der Börse kommt der Zukauf allerdings nicht besonders gut an.

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Das Wall Street Journal wusste wieder einmal als Erster: Yammer, ein Anbieter von Enterprise Software-Lösungen, stand ganz groß bei Microsoft auf dem Einkaufszettel. Yammer? Das vier Jahre alte Unternehmen ist im Silicon Valley beheimatet und ein Business Social Network-Spezialist, bietet also so etwas wie Facebook für Unternehmen an. 
Bereits fünf Millionen Nutzer in 200.000 Unternehmen, darunter der Autobauer Ford, Telefonica oder die Wirtschaftsprüfer von Deloitte greifen auf Yammer zurück. Yammer ist als Bereitsteller von sozialen Netzwerklösungen für Unternehmen damit weniger Konkurrent von LinkedIn als dem Social Media Software-Anbieter Jive, der Ende vergangenen Jahres erfolgreich an die Börse gegangen war. 
"Übernahme das am schlechtesten gehütete Geheimnis des Silicon Valleys"
Jive-CEO Tony Zingale hatte dann zur Yammer-Übernahme durch den Softwareriesen auch eine kleine Spitze parat: "Die Übernahme war das am schlechtesten gehütete Geheimnis des Silicon Valleys. Es spricht schon etwas für Microsofts Verzweiflung", so Zingale.
Microsoft-CEO Steve Ballmer sah das naturgemäß völlig anders: "Der Kauf unterstreicht unser Engagement, die Technologie zu liefern, die Unternehmen benötigen und Menschen lieben", erklärte der Microsoft-Chef. Die Börse indes reagierte verstimmt und schickte die Microsoft-Aktie an einem schwachen Handelstag mit knapp drei Prozent stärker nach unten als den Marktdurchschnitt. 

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