Erstes Viertelfinale nicht rekordverdächtig

Fernsehen Bevor am Freitagabend das deutsche EM-Viertelfinale gegen Griechenland herausragende Einschaltquoten erzielen wird, kam der Sieg von Portugal gegen Tschechien auf 13,91 Mio. Zuschauer. Das ist zwar ein Bestwert für Spiele ohne deutsche Beteiligung bei der aktuellen EM, doch an die Spitzenwerte der EM 2008 kam es nicht heran. Damals sahen das schwächste Viertelfinale 14,67 Mio. Fans. Trotz EM-Konkurrenz groß aufgetrumpft hat das WDR Fernsehen: mit einem alten Münster-"Tatort".

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Der Donnerstag im Gesamtpublikum:

Noch einmal zur Klarstellung: Die 13,91 Mio. Zuschauer für das erste Viertelfinale sind natürlich eine grandiose Zahl, der Marktanteil lag bei 45,6%. Die hohen Erwartungen nach der Rekord-EM 2008 konnte es aber nicht erfüllen. Am Freitagabend wird das aber sicher wieder anders aussehen: Das Deutschland-Spiel dürfte sicher 27 bis 30 Mio. Zuschauer zum ZDF locken. Die Mainzer erreichten am Donnerstag nicht nur den ersten Platz der Charts, sondern auch die Ränge 2 bis 4. Das Halbzeit-"heute-journal" sahen 11,90 Mio. Leute, die Moderationen im direkten Umfeld des Spiels kamen auf 10,09 Mio. und das "EM-Studio" ab 22.40 Uhr auf 6,78 Mio.

Stärkster Konkurrent des Fußballs war Das Erste: Die 20-Uhr-"Tagesschau" war mit 4,51 Mio. Neugierigen das einzige Programm, das abseits des ZDF mehr als 4 Mio. Zuschauer erreichte, den Film "Ich trag dich bis ans Ende der Welt" sahen danach immerhin noch 3,17 Mio. (10,5%). Für die größte Überraschung des Abends sorgte aber die "Tatort"-Wiederholung im WDR Fernsehen: Der Münsteraner Krimi aus dem Jahr 2008 begeisterte 2,02 Mio. Krimifans – ein für WDR-Verhältnisse grandioser Marktanteil von 6,7%. Normal waren für den Sender in den vergangenen 12 Monaten 2,5%. In der Donnerstags-Prime-Time musste sich der "Tatort" damit nur dem ZDF, dem Ersten und RTL geschlagen geben.

RTL kann mit den 2,44 Mio. Sehern für "Alarm für Cobra 11" unterdessen nicht wirklich zufrieden sein, denn sie reichen nur für 8,5%. Angesichts der EM wird man beim Sender allerdings nicht in zu tiefe Depressionen verfallen. Und immerhin: "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" kam vorher auf Werte von 3,08 Mio. und 13,4%. Sat.1 erkämpfte sich mit "Criminal Minds" parallel zu "Cobra 11" 1,94 Mio. Seher und 6,6%, eine weitere Episode kam danach auf 1,88 Mio. Zuschauer und 6,0%. Vox-Film "Plötzlich Prinzessin" schalteten 1,50 Mio. Leute ein, ProSiebens "Galileo Big Pictures" nur enttäuschende 1,30 Mio., "Die Kochprofis" von RTL II 1,05 Mio. und "Star Trek: Nemesis" bei kabel eins nur ganze 0,62 Mio.

Der Donnerstag bei den 14- bis 49-Jährigen:

Im jungen Publikum war das Viertelfinale noch ein bisschen erfolgreicher. Hier sorgten 6,02 Mio. 14- bis 49-Jährige für einen Marktanteil von 47,1% und dafür, dass immerhin eins der 2008er-Viertelfinals geschlagen wurde: Russland-Niederlande sahen damals 5,95 Mio. Das ZDF erkämpfte sich auch hier nicht nur den ersten, sondern die ersten vier Plätze. Hinter dem Spiel folgen in den Tages-Charts das Halbzeit-"heute-journal" mit 5,32 Mio. (40,5%), die Moderationen im Umfeld des Spiels mit 4,30 Mio. (36,9%), sowie das "EM-Studio" um 22.40 Uhr mit 3,34 Mio. (25,7%).

Das erfolgreichste Nicht-ZDF-Programm war hier "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" – mit 1,72 Mio. und guten 21,2%. Danach ging es logischerweise nach unten: "Alarm für Cobra 11" zogen noch 1,27 Mio. (11,4%) dem Fußball vor. Sat.1 erreichte mit seinen beiden "Criminal Minds"-Episoden unterdessen jeweils 0,99 Mio. junge Zuschauer, Vox mit "Plötzlich Prinzessin" 0,96 Mio., ProSieben mit "Galileo Big Pictures" 0,90 Mio., RTL II mit dem "Frauentausch" 0,62 Mio. und kabel eins mit "Star Trek: Nemesis" 0,42 Mio. Der Sci-Fi-Film blieb damit noch hinter dem WDR-"Tatort", der auch im jungen Publikum mit 0,45 Mio. und 3,8% weit über den Sender-Normalwerten blieb.

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