Max Joseph ist LeadMagazin des Jahres

Publishing Am Mittwochabend traf sich die deutsche Medienszene in den Hamburger Deichtorhallen, um zum 20. Mal die Vergabe der LeadAwards zu feiern. Die Jury wählte aus 400 Publikationen und vergab Preise in insgesamt 18 Kategorien in den Bereichen Zeitschriften, Fotografie, Online und Werbung. Erstmals in der Geschichte der Gala wurden in diesem Jahr auch Zeitungen ausgezeichnet. In der Königsdisziplin „LeadMagazin des Jahres“ gewann die Opernzeitschrift Max Joseph. Alle Preisträger im Überblick.

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Die Jury lobt bei Max Joseph, „wie ein eher elitäres und als verstaubt angesehenes
Thema unglaublich frisch, zeitgemäß und für jedermann zugänglich
umgesetzt wird“. Silber geht an das SZ-Magazin. Bronze bekam in diesem Jahr das Jugendmagazin Vice. Sie verfüge nach Juryurteil  über das „absolute Alleinstellungsmerkmal im Segment junger Magazine“.

Über die Auszeichnung zum "Cover des Jahres" darf sich die Spiegel-Redaktion freuen, die für ihren Titel zum Tode von Loriot mit Gold belohnt wurde. Silber erhält das Satiremagazin Titanic für seinen Hitler-Titel “Wer kennt diesen Mann?” zu den Ermittlungspannen bei der Strafverfolgung der Nazi-Terrororganisation NSU. Bronze geht auch in dieser Kategorie an Vice für ein Klapp-Cover zum Afghanistan-Krieg.

Der “Beitrag des Jahres” kommt in diesem Jahr vom SZ-Magazin, die in einer Fotoreihe den Tag vor dem Tsunami-Unglück und der darauffolgenden Atomkatastrophe zeigt. Silber geht an den stern für seine Serie zum zehnten Jahrestag des Anschlags auf das World Trade Center in New York. Über Bronze kann sich die Redaktion des Zeit Magazin freuen, die in einer Ausgabe eine Fotostrecke über „die Sehnsucht, einfach mal zu verschwinden“ brachten.

Der Lead Award für das “Foto des Jahres” geht an Pete Souza für sein Bild, das US-Präsident Obama und seinen engster Beraterkreis zeigt, während sie die Erschießung von Osama bin Laden live verfolgen. Der Fotograf des Weißen Hauses wurde bereits vor zwei Jahren mit einem Lead Award ausgezeichnet. Die Silbermedaille bekam Yuri Kozyrev für eine Aufnahme aus dem Bürgerkrieg in Libyen. Bronze gewann ein Foto aus dem stern, auf dem sich ein Liebespaar augenscheinlich inmitten einer heftigen Straßenschlacht küsst. Die Jury monierte, dass manche wichtigen Fotos von deutschen Bildredaktionen
schlichtweg übersehen wurden.

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung ist die erste "Zeitung des Jahres", Die Zeit gewinnt Silber, Bronze gab es für die taz. Alle drei Zeitungen würden sich nicht auf Nachrichten beschränken, sondern mit den konzeptionellen und gestalterischen Mitteln der Magazine arbeiten, so die Jury: „Ein Vorreiter der Veränderungen ist die F.A.S., die seit ihrem Start vor elf Jahren wesentliche Impulse setzt.“

Bei der Goldmedaille für die "Einzelleistung des Jahres" gibt es 2012 eine Doppelspitze. Die Jury befand die Arbeit der die B.Z. mit ihrer „Ost-West-Ausgabe“ sowie Die Welt mit der Ausgabe „Die Welt des Ellsworth Kelly“ für ebenbürtig. Mit Silber ausgezeichnet wurde die Frankfurter Allgemeine Zeitung für „Das Seite-Eins-Foto“: „Früher war es das Markenzeichen der FAZ, kein Foto auf der Titelseite zu haben", so das Jury-Urteil. "Jetzt gibt das Zusammenspiel von Text und Foto einen anderen Blick auf Welt.“ Offenbar war man bemüht, möglichst viele Einzelleistungen zu prämieren. Denn auch auf dem dritten Platz landeten ebenfalls zwei Publikationen: die Welt am Sonntag für „Titelthema“ und die Bild für “Die größte Zeitung der Welt“.

Das “Webmagazin des Jahres” ist Design Made in Germany. Silber gewann FAZ.net, Bronze ging jeweils an Deutsch-Türkische Nachrichten sowie an Freunde von Freunden. "Webblog des Jahres" ist Haw-Lin, Silber holte Strafblog, Bronze teilten sich Castor & Pollux sowie Querschüsse.

Der „VisualLeader des Jahres” 2012 ist Chris Rehberger (Double Standards). Silber konnte Bela Borsodi (freischaffender Illustrator und Still-Life-Fotograf) für sich beanspruchen, Bronze ging an Tom Ising (Herburg Weiland).

Die beste „Kampagne des Jahres“ holte Philipp und Keuntje für ihre Astra-Kampagne, Silber ging an die Agentur Heimat für ihre Hornbach-Kampagne, Bronze gewannen Daniel Josefsohn für Plakate und Viralspots für die Berliner Volksbühne sowie Oliver Voss für seine Rolling Stone-Kampagne.

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