Kai Diekmanns neue Hammer-Friese!

Publishing Breaking News, bzw. stop the press: Bild-Chefredakteur Kai Diekmann hat eine neue Frisur! Die berüchtigte Gel-Matte gehört extrem gut unterrichteten Kreisen zufolge der Vergangenheit an. Diekmann trägt mittlerweile das, was man landläufig wohl einen “flotten Kurzhaarschnitt” nennt. Und: Tätowierungen hat er offenbar auch noch. Und sonst: “Exklusiv”-Wahn in den Medien, dieses Leistungsschutzdingens, Falschmeldungen und der MEEDIA-Twitter-Service für Journalisten.

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Bild-Chef Kai Diekmann wandert im September zusammen mit den Springer-Kollegen Peter Würtenberger und Martin Sinner für mindestens sechs Monate ins Silicon Valley aus. Vor der räumlichen Veränderung stand bei dem Bild-Boss diese Woche eine optische Runderneuerung an: Die berüchtigte Gel-Matte, optisches Diekmann-Markenzeichen Nummer eins, ist seit einem Frisörbesuch vor einigen Tagen ab. Stattdessen trägt Diekmann jetzt einen militärisch exakten, bzw. flotten Kurzhaarschnitt. Der gefürchtete Bart ist ja schon länger Geschichte. Außerdem hat er sich wohl auf einen Unterarm die Anfangsbuchstaben der Namen seiner Kinder tätowieren lassen. MEEDIA-Tipp an alle aufstrebenden Springer-Nachwuchsführungskräfte: Gel-Tuben wegschmeißen, Termine beim Frisör und Tattoo-Studio machen. Fotos haben wir leider keine – vielleicht könnte der eine oder andere Leserreporter zur Handykamera greifen …

Dieser verdammte “Exklusiv”-Wahn in den Medien – es ist zu Haare ausraufen (aber nicht die des Bild-Chefs, die sind jetzt zu kurz). Das investigative Adels-Magazin Neue Post schrieb neulich auf dem Titel etwas von “Exklusiv Interview” (gefunden bei Klatschrkritik) und dazu ein Zitat des britischen Kronprinzen William (“Wir freuen uns auf unser Baby”). Auch im Innenteil wurde das Signet “Exklusiv-Interview” gezeigt, sogar in den Farben der Neuen Post. Das Interview hatte Prinz William aber nicht der Neuen Post gegeben, sondern der BBC. Schein-Exklusivität ist jedoch nicht nur bei Yellows ein Thema. Da brüsteten sich SZ und Handelsblatt, den Gesetzentwurf zu diesem Leistungsschutzdingens “exklusiv” vorliegen zu haben, dabei steht das Ding ganz und gar unexklusiv im Internet rum.

Ja: Das Bundesjustizministerium unter Leitung einer gewissen “Schnarre” hat diese Woche endlich, endlich den Entwurf zum von Verlagen ersehnten Leistungsschutzdingens vorgelegt. Leider wurde mir bereits nach Lektüre von fünf Zeilen der Zusammenfassung bereits sehr schummrig vor Augen und ich musste mich am Schreibtisch festhalten, um nicht nach hinten wegzukippen. Statt eines Kommentars zitiere ich an dieser Stelle darum lieber einen Tweet von Sascha Lobo zum Thema, der a) lustig ist und den ich b) verstehe: “Geschäftsidee: 1) Verlag gründen. 2) Per Software alle denkbaren Vierwortkombinationen ins Netz stellen. 3) Andere Verlage abmahnen. #LSR”

Immer doof, wenn mal was danebengeht in der Berichterstattung. Die Mitteldeutsche Zeitung musste diese Woche sogar mit ganz vielen Ausrufezeichen zurückrudern. Zweimal zwölf (!) Ausrufezeichen wurden verwendet, um die Falschmeldung zu korrigieren, dass die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (Die Linke) die Ablösung des Linke-Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi nach der Bundestagswahl 2013 gefordert habe. Zerknirscht notiert die MZ in bestem Helmut-Kohl-Duktus (“In diesem unserem Lande.”): “Diese unsere Meldung ist falsch.”

War schon lustig, wie ZDF-Twitter-Dame Jeannine Michaelsen, die selbst erst seit ein paar Tagen (Mitte April) twittert, versuchte, Oliver Kahn vor laufender Kamera das Twittern beizubringen und dabei prompt auf den Uralt-Twitter-Fake von Harald Schmidt reinfiel. Damit ist sie nicht alleine, sondern befindet sich in allerbester Gesellschaft diverser Qualitäts-Medien. Damit Twitter in Zukunft sicherer wird, haben wir bei MEEDIA keine Kosten gescheut und einen aufwändigen Twitter-Leitfaden für Journalisten erstellt. Ausdrucken und an den Monitor kleben. Dann KANN nix mehr passieren!

Schönes Wochenende!

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