Printmedien verlieren weiter Werbeumsatz

Marketing Eigentlich sind das gute Nachrichten vom Werbemarkt: Im Mai 2012 setzten die deutschen Medien laut Nielsen brutto 2,2% mehr mit Reklame um als noch im Mai 2011. Allerdings: Davon profitieren vor allem das Fernsehen und das Internet, die ihr bisheriges Jahres-Wachstum auf 6,3% bzw. 16,4% erhöhten. Die Printmedien verloren hingegen weiter an Boden, liegen nach Ablauf des Monats Mai noch deutlicher im Minus als nach dem April. Zeitungen setzten von Januar bis Mai 6,2% weniger um als noch 2011.

Werbeanzeige

10,53 Mrd. Euro setzten die von Nielsen erfassten Medien und Vermarkter in den ersten fünf Monaten des Jahres 2012 mit Werbung um, davon 2,3 Mrd. Euro allein Mai. Der Monat lag damit 2,2% über den Zahlen des Mai 2011, das bisherige Gesamtjahr kommt auf ein Plus von 2,3% gegenüber Januar bis Mai 2011.

Die einzelnen Branchen schnitten dabei allerdings deutlich unterschiedlich ab, denn nur die elektronischen Medien Fernsehen, Internet und Radio wachsen im Werbemarkt tatsächlich. Das Fernsehen verzeichnet im Zeitraum Januar bis Mai ein Plus von 6,3% und bleibt mit 4,6 Mrd. Euro klare Nummer 1. Der Mai lief für das TV besonders gut, denn nach dem April lag man noch bei einem Plus von 5,6%. Das Netz verbesserte sich in den ersten fünf Monaten 2012 um 16,4% auf 1,1 Mrd. Euro, das Radio um 5,2% auf 603 Mio.

Die Verlierer sind unterdessen vor allem die Printmedien: Fachzeitschriften setzten von Januar bis Mai brutto 2,4% weniger mit Werbung um, Publikumszeitschriften 3,7% weniger und Zeitungen sogar 6,2% weniger. Bei allen drei Gattungen verschärfte sich der Abwärtstrend dabei im Mai sogar. Ebenfalls im Minus: Kino und die Out-of-Home-Werbung.

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Freispots, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Medienbranchen und des Werbedrucks sind sie dennoch.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige