Journalistinnen gründen proQuote Medien

Publishing Aus der Initiative ist nun ein Verein geworden: In Hamburg haben 58 Journalistinnen aus dem gesamten Bundesgebiet den Verein „proQuote Medien“ gegründet. Ziel ist es, mehr Frauen in die Führung deutscher Redaktionen zu bringen. „Wir sind der effizienteste Verein der Republik“, sagte die Vorsitzende Annette Bruhns, „weil wir uns schon in fünf Jahren obsolet machen“. Der Verein hofft, dass innerhalb dieser Zeit mindestens 30 Prozent Frauen aller Redaktions-Führungspositionen von Frauen besetzt sind.

Werbeanzeige

Der erste Vorstand von ProQuote Medien

Wichtigstes Instrument dafür soll der Aufbau einer Datenbank mit kompetenten Journalistinnen sein, die bereit sind, auf frei werdende Führungsposten zu wechseln. „Wir brauchen eine Headhunter-Datei“, sagte Kartte, stellvertretende Vereinsvorsitzende „damit kein Chef mehr behaupten kann: Wir würden ja gerne die Stelle mit einer Frau besetzen, aber wir finden keine.“
Zudem will der neue Verein wissenschaftlich untersuchen lassen, warum Frauen so selten auf Führungsposten gelangen. „Fakt ist, dass ausgerechnet in den weltoffenen Medien exzellente und leistungsbereite Frauen unter der „gläsernen Decke“ hängen bleiben“, sagte Müller-Walde, stellvertretende Vereinsvorsitzende.
Der Vorstand besteht aus Dagmar Engel (52, Chefredakteurin Deutsche Welle), Lisa Ortgies (46, Moderatorin von „FrauTV“), Sabine Kartte (53, Textchefin und geschäftsführende Redakteurin beim Stern), Annette Bruhns (45, Spiegel-Redakteurin), Helene Endres (35, Redakteurin beim Manager Magazin), Katrin Müller-Walde (48, ZDF-Moderatorin), Kathrin Buchner (40, Online-Teamleiterin bei on3), Sylvia Nagel (49, Regisseurin und Producerin) und Judith Scholter (31, freie Journalistin).

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige