VZ-Netzwerke: Jeder dritte Job fällt weg

Publishing Nach den Gerüchten am Donnerstag, folgen jetzt die Bestätigungen: Die VZ-Netzwerke entlassen 25 ihrer rund 70 Mitarbeiter in Berlin. Das bestätigte das Social-Network gegenüber MEEDIA. Begründung: "Das Unternehmen VZ-Netzwerke befindet sich zurzeit in der Phase einer tiefgreifenden Neuordnung“, erklärt CEO Stefanie Waehlert. „Die endgültige Aufstellung und alle neuen Planungen für VZ geben wir in Kürze bekannt." Zudem gliedert Holtzbrinck die VZ-Entwickler in eine neue Gesellschaft aus.

Werbeanzeige

Bislang galt, dass im Sommer ein großer Relaunch inklusive einer kompletten Neuausrichtung der Marke stattfinden sollte. Ob der Umbau tatsächlich kommt, erscheint jetzt wieder völlig offen. Allerdings sollen  noch immer genügend Ressourcen zur Verfügung stehen, um die VZ-Neuausrichtung von VZ umzusetzen.

Neben den Entlassungen bestätige Holtzbrinck mittlerweile auch die Ausgliederung der Technik-Abteilung. Die Logik hinter dem Schritt: Bei einem Ende der VZ-Netzwerke würde Holtzbrinck immerhin das Knowhow der Programmierer behalten. Das bisherige VZ-Technik Team wird in die devbliss GmbH überführt.

„Neben der primären Aufgabe, die Neupositionierung von VZ technisch umzusetzen, ist das Team bereits in nationalen sowie internationalen Projekten der Holtzbrinck-Gruppe tätig“, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. „Dafür sind Neueinstellungen am Standort Berlin geplant, um das heute rund 50-köpfige Team signifikant auszubauen.“

Für viele Programmierer hat die Post-VZ-Ära bereits begonnen. So befindet sich ein erstes Technologieprojekt, für die Holtzbrinck-Tochter Nature Publishing Group, bereits in der Umsetzung.

Für den Holtzbrinck-CIO Johann Kempe, ist der Um- und Ausbau des Technik-Teams ein logischer Schritt: "Medienhäuser wandeln sich immer mehr zu Softwareunternehmen. Deshalb wollen wir die technische Expertise im Bereich agiler Softwareentwicklung zukünftig für die Entwicklung anspruchsvoller digitaler Produkte in der Gruppe, also vor allem im Bereich unserer strategischen Wachstumssäulen nutzen, um auch in dieser Hinsicht bestmögliche Qualität zu gewährleisten."

Seit Jahren kämpfen die VZ-Netzwerke mit einem massiven Traffic-Niedergang. Den Berlinern gelang es nie, die Nutzerabwanderungen hin zu Facebook und anderen internationalen Netzwerken zu stoppen. Im April erreichte die Plattform noch 47,06 Millionen Visits. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 226,91 Millionen.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige