Erste tagesWEBschau keine News-Revolution

Publishing Bereits vorab hatte die ARD zwei Pilotfolgen der tagesWEBschau online gestellt: Sie ließen ahnen, dass die neue Nachrichtensendung für Netz-News keine Revolution des Nachrichten-Journalismus werden würde. Genau diesen Eindruck bestätigte dann auch die erste Folge. Das hat den Verband privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), in bester Gewerkschaftsmanier, allerdings nicht davon abgehalten sich schon einmal vorab zu beschweren. Der VPRT fordert einen Drei-Stufen-Test für die neue ARD-Rubrik.

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Bereits vorab hatte die ARD zwei Pilotfolgen der tagesWEBschau online gestellt: Sie ließen ahnen, dass die neue Nachrichtensendung für Netz-News keine Revolution des Nachrichten-Journalismus werden würde. Genau diesen Eindruck bestätigte dann auch die erste Folge. Das hat den Verband privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), in bester Gewerkschaftsmanier, allerdings nicht davon abgehalten sich schon einmal vorab zu beschweren. Der VPRT fordert einen Drei-Stufen-Test für die neue ARD-Rubrik.

„Wir fordern einen Drei-Stufen-Test für die tagesWEBschau, um zu prüfen ob das neue Angebot legitim ist. Außerdem werden dadurch die Kosten für den Gebührenzahler transparent“, sagte VPRT-Geschäftsführer Claus Grewenig gegenüber dem Handelsblatt. Die Interessensvertreter hätten gerne eine Prüfung, ob die neuen Online-Angebote überhaupt mit dem Rundfunkstaatsvertrag zu vereinbaren sind.

Mit dem neuen Format plant die ARD vor allem jüngere Zuschauer zu erreichen. Im Mittelpunkt der Sendung sollen jeweils drei Nachrichten rund um das Thema Internet stehen. Kommentiert werden die Beiträge von einer Off-Stimme.

Das Ergebnis ist – zumindest bislang – weder frisch, noch modern. Die Piloten wurden bereits von Carta.info böse zerrissen. Vera Bunse schrieb, sie wären eine „Mischung aus privaten YouTube- oder ähnlich amateurhaft gestalteten Videos, recht netten Grafiken, reingezoomten Google Earth-Fahrten, wackligen Webcam-Einspielern, die futuremäßig dynamisch aussehen, und Kommentierungen, von denen vermutlich nur Intendanten und Zeugen Jehovas denken, sie träfen den richtigen Ton.“

Optisch konnte die erste Ausgabe der Netz-Tagesschau die Piloten nicht erweitern. Thematisch ging es in der ersten Sendung um die Abstimmung zu den neuen Nutzungsbedingungen bei Facebook, der Gaming-Messe E3, die am morgigen Dienstag in Los Angeles startet und das erste Album des Londoner Occupy-Labels. Klasse ist allerdings der Player, in dem das neue Format abgespielt wird. Er ist übersichtlich und lässt sich sehr einfach bedienen.

Am Projekt tagesWEBschau sind in erster Linie Radio Bremen, der Hessische Rundfunk und ARD-aktuell in Hamburg beteiligt. Das Kernteam sitzt in der sogenannten „Digitalen Garage“ von Radio Bremen, wo vor allem ehemalige Volontäre des Senders an dem Projekt arbeiten. Die Grafiken steuert der Hessische Rundfunk bei, die redaktionelle Abnahme erfolgt schließlich bei ARD aktuell in Hamburg.

Making-Of zur neuen tagesWEBschau

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