Die Zweifel am Wunder-Phone Galaxy S3

Publishing Seit Kurzem ist das neue, als iPhone-Killer beschriebene, Wunder-Handy von Samsung auch in Deutschland erhältlich: das Galaxy S3. Die ersten Testberichte sind begeistert von den technischen Fähigkeiten des XXL-Phones und schwärmen von neuen, innovativen Funktionen. Es gibt aber auch eine ganze Reihe von Fragezeichen und Zweifel: von der unhandlichen Größe des Telefons über unnütze technische Spielereien bis hin zum unheimlichen Creepy-Faktor des neuen Smartphone-Flaggschiffs.

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Zweifel 1: Das Galaxy S3 ist unheimlich

In einem Werbespot von Samsung zum neuen Galaxy S3 heißt es: “It unterstands you, keeps track of loved ones, recognises who you are, Follows your every move, waits till you’re asleep.” Auf Deutsch: “Es versteht Dich, beobachtet Deine Lieben, erkennt, wer Du bist, folgt jeder Deiner Bewegungen, wartet, bis Du eingeschlafen bist…” Samsung meint damit neue Funktionen des Galaxy S3. Etwa, dass Freunde oder Familienangehörige auf Fotos automatisch erkannt werden oder dass sich das Telefon selbst in den Ruhezustand versetzt, wenn die Front-Kamera erkennt, dass der Nutzer die Augen schließt. Allerdings wirken diese Funktionen auch ein wenig unheimlich. Nicht jeder will einen kleinen Big-Brother in der Hosentasche mit sich herumtragen. Creepy!
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"Es wartet, bis Du schläfst…"
Zweifel 2: Das Galaxy S3 ist zu groß
Die Bildschirmdiagonale des neuen Samsung Galaxy S3 misst 4,8 Zoll. Zum Vergleich: Ein iPhone 4S kommt auf eine Bildschirmdiagonale von 3,5 Zoll. Damit ist das Galaxy S3 das mit Abstand größte Smartphone auf dem Markt. Zu groß, meinen manche. Spiegel Online berichtet von Testern, die enorme Probleme mit der Handhabung des wuchtigen Gerätes hatten. Es sei schwierig bis unmöglich, bei der Bedienung mit nur einer Hand den gesamten Bildschirm abzudecken. Außerdem ist fraglich, ob das Riesen-Handy in jede Hosentasche passt.
Zweifel 3: Das Galaxy S3 ist überkandidelt
Eine Reihe der neuen Funktionen des Samsung Galaxy S3 mögen technisch hervorragend umgesetzt sein, deren Alltagstauglichkeit ist aber sehr fraglich. Zum Beispiel die Funktion, dass das Telefon automatisch einen Kontakt anruft, sobald man die Kontakt-Seite auf dem Bildschirm hat und das Telefon ans Ohr hält. Was geschieht, wenn man einen Kontakt mit mehreren Nummern gespeichert hat? Wie wählt das Telefon aus, welche Nummer angerufen wird? Legt man das Galaxy S3 mit dem Bildschirm nach unten ab, schaltet es automatisch auf stumm. Was aber, wenn dies unabsichtlich geschieht? Verpasst man dann evtl. wichtige Anrufe? Und was ist mit der Gefahr, dass das Display verkratzt, wenn man das Telefon ständig mit dem Display nach unten ablegt?
Zweifel 4: Das Galaxy S3 ist zu technisch
Samsung hat zwar in der Werbung versprochen, das Galaxy S3 sei “designed for Humans”, trotzdem werden vor allem die technischen Vorzüge des Telefons hervorgehoben. Da ist der Quad-Core-Prozessor, der Super-AMOLED-Bildschirm, die Acht-Megapixel-Kamera usw. Alles dreht sich um schneller, besser, schärfer. Die Killer-Anwendung, die das Telefon im alltäglichen Gebrauch von anderen unterscheidet, sucht man vergeblich. Als wesentlicher Vorteil des Galaxy S3 wird genannt, dass man den Akku wechseln und den Telefon-Speicher mit SD-Karten erweitern kann. Allerdings ist der interne Speicher des Telefons mit 16 GB auch vergleichsweise klein ausgefallen (das iPhone kommt mit bis zu 64 GB fest eingebautem Speicher). Da wegen des speicherhungrigen Betriebssystems Android 4 nur 11 GB im Samsung zur Verfügung stehen, kommen Nutzer um eine zusätzliche SD-Speicherkarte praktisch nicht herum. Ob man diese im alltäglichen Gebrauch dann ständig wechselt, sei dahingestellt. Gleiches gilt für den Akku.
Zweifel 5: Das Galaxy S3 kopiert immer noch das iPhone
Trotz aller Beteuerungen: Auch beim Galaxy S3 kopiert Samsung fleißig Apples iPhone. Die Spracherkennung S-Voice ist bis zum Logo ein klarer Klon von Apples Sprach-Assistent Siri im iPhone 4S. Mit dem Unterschied, dass S-Voice laut übereinstimmenden Testberichten wesentlich schlechter funktioniert. Eine eigenständige Neu-Entwicklung fehlt bei Samsungs neuem Wunder-Phone. Obwohl das iPhone rein technisch längst abgehängt ist, gibt es in Sachen Innovationen immer noch den Takt vor.
Zweifel 6: Das Galaxy S3 besteht aus Plastik
Einer der wesentlichen Nachteile des Samsung Galaxy S3 hat aber gar nichts mit der Technik oder der Bedienbarkeit zu tun, sondern mit der Haptik. Das Telefon ist immer noch aus eher leichtem Kunststoff gefertigt. Das wirkt im direkten Vergleich mit dem Hauptkonkurrenten iPhone, das komplett aus Glas und Metall ist, schlicht billig. Dabei ist das Galaxy S3 keineswegs billig. Das Samsung Galaxy S3 gibt es ab etwa 580 Euro. Damit liegt es auf dem gleichen Preisniveau wie das aktuelle iPhone 4S.

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