Warren Buffett kauft 63 US-Zeitungen

Publishing Das ist vermutlich eine gute Nachrichte für die Print-Branche: Zumindest Warren Buffett glaubt noch an eine Zukunft für den Lokaljournalismus. Denn gerade hat der Finanzinvestor 63 Tages- und Wochenzeitungen in den USA gekauft. Für den ehemaligen Zeitungsjungen gibt es kaum eine "wichtigere Einrichtung als die Lokalzeitung". Für die Titel, die überwiegend im Süden der Vereinigten Staaten erscheinen, zahlt Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway 142 Millionen Dollar.

Werbeanzeige

Der 81-Jährige kauft die Titel von Media General, zudem gewährt Berkshire Hathaway dem Medienunternehmen einen Kredit von bis zu 445 Millionen Dollar. Teil des Deals ist die Option für Buffett, dass er mit 19,9 Prozent bei Media General einsteigen kann. Unter anderen übernimmt Buffett die Richmond Times-Dispatch in Virginia, das Winston-Salem Journal in North Carolina und die Morning News aus Florence (South Carolina). Den frisch eingekauften Redaktionen und Titeln verspricht Buffett, dass sie in seiner Investment-Firma ein "dauerhaftes Zuhause" gefunden hätten.
Der US-Investor dürfte auch diesmal kein schlechtes Geschäft gemacht haben. Denn nach Informationen des Wall Street Journal braucht Media General dringend Geld, um einen Bankkredit bedienen zu können, den das Medienunternehmen aus Richmond (Bundesstaat Virginia) im Jahr 2006 aufnahm. Damals übernahm das Unternehmen fünf TV-Stationen von NBC Universal für rund 600 Million Dollar. Durch die Wirtschaftskrise und die damit verbunden Einbrüchen bei den Werbeausgaben büßten die Fernsehsender einiges an Wert ein.
Neu im Print-Business ist der 81-Jährige nicht. Seit Jahrzehnten hält er die Mehrheit an den Buffalo News und ist zudem Großaktionär der Washington Post. Vor wenigen Monaten hatte Buffett den World-Herald gekauft, der in seinem Heimatort Omaha erscheint.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige