Groupon: Plötzlich operativ profitabel

Publishing Erstaunliche Trendwende beim Schnäppchenportal Groupon: Nach deutlichen Verlusten in den Vorquartalen ist dem gerade mal vier Jahre alten Internet-Unternehmen nun ein echter Überraschungscoup gelungen. CEO Andrew Mason konnte nach Handelsschluss an der Wall Street erstmals seit dem Börsenstart vor einem halben Jahr operativ einen Gewinn vermelden. Die zuletzt hart abgestrafte Aktie legt nachbörslich ein regelrechtes Kursfeuerwerk von fast 20 Prozent hin.

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Die Abgesänge waren bereits geschrieben: Groupon verbrannte Geld, viel Geld – und schien nach Meinung vieler Skeptiker über kein nachhaltiges Geschäftsmodell zu verfügen. Nach Monaten einer brutalen Talfahrt an der Börse, in denen die Groupon-Aktie ihren Ausgabekurs um mehr als die Hälfte unterschritt und vom Höchstkurs mehr als 60 Prozent einbüßte, hat Gründer und CEO Andrew Mason das Lachen nun endlich wieder auf seiner Seite.
Zur Überraschung der Börse konnte Groupon im abgelaufenen ersten Geschäftsquartal 2012 einen Gewinn von 40 Millionen Dollar ausweisen – zumindest operativ. Inklusive aktienbasierter Aufwendungen verlor Groupon noch 11,7 Millionen – im Vorjahr war allerdings noch ein happiger Verlust von 146,5 Millionen Dollar angefallen. 
Aktie legt innerhalb eines Tages um ein Drittel an Wert zu
Auch die Umsätze entwickelten sich erfreulich und explodierten regelrecht um 89 Prozent auf nunmehr 559 Millionen Dollar. Die Analystenschätzungen, die noch bei 530 Millionen Dollar gelegen hatten, konnten damit leichthin geschlagen werden. 
Nachbörslich zog die Groupon-Aktie um fast 18 Prozent auf nunmehr 13,75 Dollar an, nachdem die Anteilsscheine bereits im Tagesverlauf zweistellig zugelegt hatten. Das Schnäppchenportal konnte seinen Börsenwert damit binnen 24 Stunden um mehr als en Drittel steigern. Für Aktionäre fällt die Börsenbilanz bislang dennoch ernüchternd aus: Seit dem IPO im November haben Anteilseigner mehr als 30 Prozent an Wert eingebüßt.

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