ARD und ZDF mit Web-Offensive zu Olympia

Fernsehen Zu den Olympischen Sommerspielen in London feuern die Öffentlich-Rechtlichen digital aus allen Rohren. Um der wachsenden Nutzung von mobilen Endgeräten gerecht zu werden, liefern ARD und ZDF ingesamt sechs Livestreams. Bis zu 60 Stunden Live-Programm täglich versprechen die Sender. Den Aufwand teilen sich beide. Sendet die ARD etwa im TV, kommentiert das Team des ZDF im Web und umgekehrt. Die Live-Streams sollen das Angebot in den Digitalkanälen bei früheren Olympischen Spielen ersetzen.

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Es dürften die digitalsten Olympischen Spiele aller Zeiten werden. Zumindest aus deutscher Sicht. Auf einer gemeinsamen Olympia-Pressekonferenz in Hamburg gaben die Sender ihre Pläne für London bekannt. "Sie werden mobile Spiele werden, weil wie nie zuvor wird das ZDF eben nicht nur im Fernsehen übertragen, sondern auch auf seinen Internet-Plattformen übertragen mit insgesamt sechs parallel laufenden Online-Angeboten", erklärte ZDF-Chefredakteur Peter Frey am Donnerstag. “Das heißt, der Zuschauer kann sich wirklich seine Lieblingssportart raussuchen und dann dort auch am Ball bleiben.”

Die Livestreams werden während der Spiele auf sportschau.de/olympia und bei zdfsport.de bereitgestellt. Laut ZDF sollen rund zwei Drittel der Austragungen im Web auch kommentiert werden. Dabei übernimmt immer das Senderteam die "Web-Schicht", das gerade nicht im TV sendet. Der Zuschauer soll dann sogar zeitversetzt fernsehen können.

Apropos "Am Ball bleiben": Das ZDF verspricht 17 Tage lang rund 15 Stunden täglich Live-Berichterstattung aus London. Mit dem Online-Angebot soll sich der Zuschauer sein Olympia-Programm selbst zusammenstellen können – ohne Einbußen durch Programmentscheidungen im TV.
Über einen Elektronischen Programmführer (EPG) sei jederzeit auf einen Blick zu erkennen, welche Disziplinen live zu verfolgen sind – ergänzt durch aktuelle Ergebnisse und einen Live-Ticker. Dort fänden sich auch ausgewählte Zuschauerkommentare sowie Postings von Sportlern, heißt es in einer Mitteilung.

Ferner lässt die ARD wieder Sportler bloggen. Wie bereits in Peking 2008 sollen die Beachvolleyballerinnen Sara Goller und Laura Ludwig auf der Olympia-Sonderseite ihre Sicht auf die Spiele schildern. Auch der Ex-Zehnkämpfer Frank Busemann ist wieder als Blogger mit dabei. Neu hinzugekommen sind die Hockey-Rekordnationalspielerin Natascha Keller vom Berliner HC und Tennis-Bundestrainerin Barbara Rittner.

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